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Reviere Sachsen und Brandenburg - Klimaschützer blockieren Braunkohle-Tagebaue

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Hunderte Kohle-Gegner stürmen in der Lausitz und im Leipziger Revier mehrere Tagebaue. Zeitweise gibt es Rangeleien. Dann löst die Polizei einige Blockaden auf.

Klimaschützer haben am Samstag Braunkohle-Tagebaue in Sachsen und Brandenburg blockiert. Jeweils ungefähr 500 Kohle-Gegner stürmten am Morgen in die Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd. Viele von ihnen trugen weiße Maleranzüge.

Zudem besetzten sie die Gleise der Kohle-Bahn in Jänschwalde. Im Tagebau Vereinigtes Schleenhain südlich von Leipzig schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf 1.200. Zu den Protesten hatte das Bündnis "Ende Gelände" aufgerufen. Die Tagebau-Betreiber Leag und Mibrag erstatten Anzeige. Laut Polizei gab es einige Zusammenstöße mit den Aktivisten.

Aktivisten verlassen zwei Tagebaue

Am Nachmittag brachte die Polizei die Kohle-Gegner aus den besetzten Gruben in Jänschwalde und im Leipziger Braunkohlerevier. In Jänschwalde hätten bis zum Nachmittag alle Klimaschützer das Gelände freiwillig verlassen, sagte ein Polizeisprecher. Einige wurden den Angaben zufolge mit Fahrzeugen des Tagebaubetreibers Leag herausgefahren, andere seien zu Fuß gegangen. Die Personalien seien aufgenommen worden.

Den Tagebau Welzow Süd hielten am Samstagnachmittag hingegen nach wie vor ungefähr 500 Kohle-Gegner besetzt. Die Polizei stellte sich zwischen Demonstranten und Großanlagen, um Besetzungen etwa von Baggern zu verhindern.

Tausende Klimaaktivisten sind am Samstagmorgen zu einer Blockade des Lausitzer und des Leipziger Kohlereviers aufgebrochen.

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In Sachsen hatten mehrere Landkreise vorab das Versammlungsrecht beschränkt. Die Verwaltungsgerichte in Leipzig und Dresden bestätigten die Allgemeinverfügungen. Das hielt die Protestierer allerdings nicht zurück.

Rangeleien zwischen Polizei und Aktivisten

Wir würden heute Abend auch wieder gehen - wenn die Polizei uns lässt.
"Ende Gelände"-Sprecherin Sina Reisch

"Tausende Menschen haben sich früh am Morgen auf den Weg gemacht, um im Novemberwetter Tagebaue, Bagger und Schienen zu besetzen. Entschlossen fordern wir den sofortigen Kohleausstieg", erklärte "Ende Gelände"-Sprecher Jonny Parks. In den Gruben ruhte aus Sicherheitsgründen die Kohleförderung.

Die Friedlichkeit können wir nicht bestätigen.
Polizeisprecher Andreas Loepki

In Jänschwalde kam es zu Rangeleien zwischen Polizei und Aktivisten. Dabei seien drei Beamte leicht verletzt worden, sagte Brandenburgs Polizeisprecher Torsten Herbst. Im Südraum Leipzig hätten die Protestierer gewaltsam und mit Schlägen und Tritten Polizeiketten durchbrochen. "Die Friedlichkeit können wir nicht bestätigen", sagte Polizeisprecher Andreas Loepki zu Äußerungen von "Ende Gelände" vorab, dass es keine Aktionen gegen Menschen geben werde.

Sofortiger Kohleausstieg gefordert

Bündnis-Sprecherin Reisch sagte dagegen, dass die Polizei durchaus grob gegen die Demonstranten vorgehe. "Es sind zum Beispiel Leute aus einer Blockade rausgezogen worden, die einfach nur da saßen." Zu eventuellen Schlägen und Tritten könne sie nichts sagen. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben im Vereinigten Schleenhain auf Deeskalation.

Die Proteste richteten sich gegen die Klimapolitik der Bundesregierung. Die Aktivisten fordern einen sofortigen Kohleausstieg. Ziel der Bundesregierung ist ein Kohleausstieg bis 2038.

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