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Proteste gegen die Regierung - Ausschreitungen in Kolumbien

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Tausende sind in Kolumbien gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Sie protestieren gegen wirtschaftliche Ungleichheit, Gewalt und Korruption.

Am Rande von größtenteils friedlichen Demonstrationen gegen die Regierung in Kolumbien ist es zu heftigen Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt Bogota schleuderten Vermummte Steine auf die Polizei. Die Beamten feuerten Tränengas in die Menge und setzten Wasserwerfer ein.

Nach Angaben der Polizei wurden landesweit mindestens 28 Beamte verletzt. Zahlen zu verletzten Demonstranten gab es bisher nicht. Die Proteste richten sich unter anderem gegen geplante Arbeits- und Rentenreformen.

Experten rechnen nicht mit einer anhaltenden Protestwelle

Die landesweiten Demonstrationen galten als die größten Proteste in der jüngeren Geschichte Kolumbiens. Gewerkschaftler, Studenten und Lehrer machten ihrem Unmut über wirtschaftliche Ungleichheit, Gewalt gegen Indigene und Aktivisten sowie Korruption Luft. Nach Schätzungen der Polizei nahmen insgesamt mehr als 200.000 Menschen teil.

Karte von Venezuela und Kolumbien mit Cucuta
Karte von Venezuela und Kolumbien

Trotz der regen Beteiligung an den Kundgebungen zeigten sich Experten skeptisch, dass sich Kolumbien nun auf eine anhaltende Protestwelle wie in Bolivien, Chile und Ecuador gefasst machen muss. Das Land befinde sich nicht in einem aufrührerischen Vorzustand, sagte Yann Basset von der Rosario-Universität in Bogotá. Er glaube nicht, dass es eine allgemeine Ablehnung des politischen Systems gebe.

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