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Proteste in Hongkong - China sieht "Anzeichen von Terrorismus"

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Angesichts der Proteste in Hongkong wird Chinas Ton schärfer. Peking sieht "erste Anzeichen von Terrorismus" - die "kriminellen" Demonstranten sollten rasch vor Gericht kommen.

Tausende Demonstranten haben am Hongkonger Flughafen gegen die Gewalt der Polizei protestiert und den Flughafenbetrieb zum Erliegen gebracht. Sämtliche Flüge wurden gestrichen.

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Chinas Regierung mahnt immer energischer, die Ordnung in Hongkong wiederherzustellen und die Gewalt zu beenden. Yang Gang, der Sprecher der für Hongkong zuständigen Behörde, warf den gewaltbereiten Demonstranten "erste Anzeichen von Terrorismus" vor. In den letzten Tagen hätten "radikale Demonstranten" wiederholt Polizisten mit "äußerst gefährlichen Werkzeugen" angegriffen.

Dies sei eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in
Hongkong. Die "Kriminellen" müssten so schnell wie möglich vor Gericht gebracht werden, sagte der Sprecher weiter. 

Demonstranten legen Flughafen lahm

Regierungskritische Demonstranten legten am Montag den Hongkonger Flughafen lahm. Mehr als 5.000 Menschen protestierten dort nach Behördenangaben gegen Polizeigewalt und belagerten die Abflugs- und Ankunftshalle. Die Flughafenverwaltung strich für den Rest des Tages sämtliche Flüge.

Am Wochenende hatten wieder Tausende Menschen in Hongkong gegen die pekingtreue Regierung protestiert. Dabei setzte die Polizei Tränengas unter anderem in U-Bahnstationen ein. Offenbar mischten sich zudem Zivilbeamte in den für die Demonstranten typischen schwarzen T-Shirts unter die Menge und nahmen Teilnehmer fest. Einige Demonstranten bewarfen die Beamten mit Steinen und setzten sich mit Feuerlöschern und Wasserschläuchen zur Wehr.

Polizeiübung in Shenzhen

Derweil übte sich Peking in martialischer Symbolik. Zeitgleich mit den Protesten am Flughafen veröffentlichte die staatliche Zeitung "Global Times" ein Video, das Polizeieinheiten mit gepanzerten Fahrzeugen in Shenzhen, der Nachbarstadt Hongkongs, zeigte. Die Polizei bereitet sich demnach auf eine Übung vor. Ein ähnliches Manöver mit Tausenden Polizisten hatte es in Shenzhen schon in den vergangenen Wochen gegeben.

Auslöser für die Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an
China. Die Demonstrationen entwickelten sich zu einer breiteren Bewegung. Viele Menschen befürchten einen zunehmenden Einfluss Pekings auf das Leben in der Finanzmetropole und fordern demokratische Reformen.

Hongkong - "Ein Land, zwei Systeme"

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