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Großkundgebung der Opposition - Protestmarsch steuert auf Finale in Istanbul zu

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Die türkische Oppositionspartei CHP kämpft mit einer ungewöhnlichen Aktion für Gerechtigkeit: Mehr als 400 Kilometer führte ihr Protestmarsch sie von Ankara nach Istanbul. Eine Großkundgebung in Istanbul soll den krönenden Abschluss bilden.

Machtkampf auf deutschen Straßen

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Zum Abschluss des Protestmarsches erwartet die größte türkische Oppositionspartei CHP am Sonntag Hunderttausende zu einer Abschlusskundgebung in Istanbul. Die Veranstaltung im Stadtteil Maltepe findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Vorsitzende der Mitte-Links-Partei, Kemal Kilicdaroglu, hatte den Protestmarsch von Ankara nach Istanbul am 15. Juni gestartet. Die Demonstration gewann zunehmend an Zulauf und hatte zuletzt mehrere Tausend Teilnehmer.

Kilicdaroglu kritisiert "Klima der Angst" seit Putsch

Die Demonstration richtet sich gegen die Politik von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seiner islamisch-konservativen Regierung. Auslöser war die Verurteilung des CHP-Abgeordneten Enis Berberoglu zu 25 Jahren Haft wegen Geheimnisverrats. Kilicdaroglu kritisierte vergangene Woche gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass sich im Zuge des nach dem Putschversuch verhängten Ausnahmezustands ein "Klima der Angst" in der Türkei breitgemacht habe.

Die türkische Führung macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den gescheiterten Putsch vom Juli 2016 verantwortlich. Seitdem geht sie hart gegen vermeintliche Anhänger vor. Unter dem Notstand wurden Zehntausende verhaftet, zahlreiche Medien geschlossen und mehr als 100.000 Staatsbedienstete entlassen oder suspendiert. Im April stimmten die Türken in einem Referendum knapp für eine umstrittene Verfassungsänderung, die Erdogan mehr Macht verleiht. Die Opposition wirft der Regierung Wahlbetrug vor.

Erdogan und Yildirim werfen CHP Terrorunterstützung vor

Kilicdaroglu sagte, das Urteil gegen Berberoglu "war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat". Man habe die Situation nicht mehr tolerieren können. "Wir mussten dagegen protestieren und die Forderungen von allen Teilen der Gesellschaft zur Sprache bringen". Die Demonstranten waren am Freitag an der Provinzgrenze von Istanbul angekommen. Am Sonntag laufen sie symbolisch nur noch wenige Kilometer bis zum Versammlungsort.

Sowohl Ministerpräsident Binali Yildirim als auch Staatspräsident Erdogan hatten Kilicdaroglu und seinen Anhängern vorgeworfen, mit Terrororganisationen zusammenzuarbeiten. Der CHP-Chef mahnte immer wieder, sich nicht provozieren zu lassen.

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