Sie sind hier:

Auftrag Massenmord? - IS-Anschlagsplan für Düsseldorf vor Gericht

Datum:

Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt: IS-Terroristen sollten im Auftrag des Islamischen Staats in Düsseldorf ein gewaltiges Blutbad anrichten. Der Anführer der Terrorzelle stellt sich Anfang 2016 den Behörden in Paris. Ihm und zwei weiteren mutmaßlichen Terroristen wird nun der Prozess gemacht.

Heute stehen drei Männer in Düsseldorf vor Gericht, die im Auftrag des IS in der Düsseldorfer Altstadt viele Menschen töten wollten. Das Blutbad wurde verhindert, weil sich der Hauptangeklagte im Februar 2016 der französischen Polizei gestellt hatte.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Drei mutmaßliche IS-Terroristen müssen sich seit Mittwoch vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten. Laut Anklage wollten sie in der Altstadt von Düsseldorf ein verheerendes Blutbad anrichten: Der Bundesanwaltschaft zufolge sollten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft sprengen, dann sollten weitere Terroristen möglichst viele flüchtende Menschen erschießen.

Kopf der Terrorzelle stellt sich in Paris

Der mutmaßliche Kopf der Terrorzelle, der Syrer Saleh A., hatte sich in Paris gestellt. Er soll die Pläne im Februar 2016 den Behörden verraten haben. Daraufhin waren seine mutmaßlichen Komplizen einige Monate später in Asylunterkünften in Deutschland festgenommen worden. Der Auftrag für den Anschlag soll Saleh A. bereits 2014 von der Führungsebene der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) erteilt worden sein.

Die Verteidiger von zwei Angeklagten hatten vor dem Prozess Zweifel an den Aussagen des mutmaßlichen Kopfes der Terrorzelle geäußert. Was seinen Mandanten angehe, stimme nicht einmal dessen Name und Nationalität, sagte Rechtsanwalt Marvin Schroth. Sein Mandant sei kein Syrer, sondern Algerier. Und in dem Zeitraum, in dem ihn die Anklage in einem IS-Ausbildungscamp in Syrien vermutet habe, habe er in Algerien seinen Militärdienst geleistet.

36 Verhandlungstage vorgesehen

Allen drei Angeklagten werden eine IS-Mitgliedschaft und die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen. Das Gericht zog einen psychiatrischen Gutachter hinzu, der die Schuldfähigkeit von zwei der drei Angeklagten prüfen soll.

Für den Prozess sind bis Dezember bislang 36 Verhandlungstage vorgesehen. Ein vierter Verdächtiger wird gesondert verfolgt. Er sollte laut Ermittlern die Sprengstoffwesten herstellen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.