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Ausbau der Elektromobilität - PSA: Opel könnte deutscher Tesla werden

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Opel als reiner Hersteller von E-Autos? Warum nicht, sagt PSA-Konzernchef Tavares. Die deutsche Autobranche sieht sich ziemlich weit vorn, die Zulassungszahlen sagen etwas anderes.

Laut Bundesnetzagentur sollen bis zum Jahr 2030 schon sechs Millionen E-Autos fahren. Doch das Stromnetz ist noch gar nicht darauf ausgerichtet.

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Opel könnte nach der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern zum reinen Hersteller von Elektroautos werden. "Wenn Opel irgendwann eine rein elektrische Automarke werden will, ist das für uns auch okay - vorausgesetzt, dass dies profitabel ist", sagte PSA-Chef Carlos Tavares der "Bild am Sonntag". Opel werde schon bald mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride auf den Markt bringen.

PSA: Wir sind dazu in der Lage

Rein technisch sei PSA dazu in der Lage, einen europäischen Tesla zu bauen. "Wir nehmen die Entwicklung auf dem Markt der elektrischen Fahrzeuge sehr ernst", sagt Tavares dem Blatt. "Im Jahr 2023 werden rund 80 Prozent unserer Modelle elektrifiziert sein", sagte der Konzernchef weiter. "Es gibt keinen Grund, warum Opel hiervon nicht profitieren könnte."

Tavares forderte eine für die europäische Automobilindustrie eine Grundsatzentscheidung zum Thema Elektroautos. "Wenn es aber im Markt nicht funktioniert, haben alle, Industrie, Mitarbeiter und letztlich die Politik, ein großes Problem. Ich will das nur klarmachen: Wir sind für die Elektrifizierung von Autos. Sie muss aber ohne längere Subventionen funktionieren. " Eine Arbeitsplatz-Garantie für Opel wollte Tavares nicht geben. "Der beste Weg, unser Unternehmen und die Belegschaft zu schützen, ist, profitabel zu sein", sagte der PSA-Chef.

Autobranche: Den Trend nicht verpennt

Die deutsche Autobranche sieht sich insgesamt schon ziemlich weit vorne in Sachen Elektromobilität. "Laut einer McKinsey-Studie sind wir heute schon einer der Leitanbieter und können 2025 sogar Weltmarktführer für Elektromobilität" werden, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung." Auf die Frage, ob die deutschen Anbieter einen "Trend verpennt" hätten, sagte Wissmann: "Stimmt nicht. (...) Insgesamt sind heute bereits gut 30 Modelle von deutschen Herstellern auf dem Markt, im Jahr 2020 werden es mehr als 100 sein."

Bislang sind deutsche Autofahrer allerdings kaum an E-Autos interessiert. In Deutschland waren Anfang 2017 laut Kraftfahrtbundesamt rund 45,8 Millionen Autos zugelassen - darunter 165.405 Hybridautos, was einem Anteil von 0,36 Prozent entspricht. Der Anteil reiner Elektroautos lag mit 34.022 Fahrzeugen nur bei 0,07 Prozent.

China peilt Ende des Verbrenners an

Derweil sucht China nach einem geeigneten Zeitpunkt für ein Verbot von Produktion und Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren. Einige Länder hätten dafür bereits Pläne ausgearbeitet, sagte der stellvertretende Industrieminister Xin Guobin nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. "Das Ministerium hat ebenfalls mit entsprechenden Untersuchungen begonnen." Mit den zuständigen Abteilungen werde ein Zeitplan erstellt. "Diese Maßnahmen werden sicherlich tiefgreifende Veränderungen für die Entwicklung unsere Autoindustrie mit sich bringen", sagte Xin.

China ist der größte Automarkt der Welt. Zu den Ländern, die Diesel- und Benzinfahrzeuge verbannen wollen, gehört Großbritannien. Ab 2040 sollen dort keine neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden.

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