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Deutsche Umwelthilfe - Verband fordert Zuschlag für Diesel-SUVs

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In Skandinavien gebe es das schon: Eine Extra-Gebühr für dicke Diesel-Boliden. Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine solche Strafgebühr jetzt auch für SUVs in Deutschland.

Diese Woche startet in Frankfurt die Internationale Automobil-Ausstellung. Händler und Kunden warten gespannt, welche Konzepte die Automobilindustrie präsentiert. Im Fokus steht auch der viel gescholtene Dieselmotor.

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Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine Strafgebühr auf die Zulassung von Diesel-Geländelimousinen (SUV). "In Skandinavien wird mitunter ein hoher Betrag fällig, wenn man einen durstigen Diesel-SUV zulassen will", sagte DUH-Chef Jürgen Resch der "Rheinischen Post". Umgekehrt gebe es staatliche Prämien für denjenigen, der ein E-Auto zulasse. Das solle es auch in Deutschland geben. Um die Automobilindustrie zu emissionsarmen und spritsparenden Fahrzeugen zu bewegen, fordert Resch auch einen Stopp für die Begünstigung von Diesel-Kraftstoff.

Am Donnerstag öffnet die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt. Die IAA drohe zu einer "Provinzveranstaltung" zu verkommen, kritisierte der DUH-Chef: "Was in diesem Jahr dominiert, sind die Dinosaurier des Autozeitalters: immer größere, schwerere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, darunter viele Diesel".

Autobranche: Den Trend nicht verpennt

Die deutsche Autobranche dagegen sieht sich insgesamt schon ziemlich weit vorne in Sachen Elektromobilität. "Laut einer McKinsey-Studie sind wir heute schon einer der Leitanbieter und können 2025 sogar Weltmarktführer für Elektromobilität" werden, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung."

Auf die Frage, ob die deutschen Anbieter einen "Trend verpennt" hätten, sagte Wissmann: "Stimmt nicht. (...) Insgesamt sind heute bereits gut 30 Modelle von deutschen Herstellern auf dem Markt, im Jahr 2020 werden es mehr als 100 sein."

Bislang sind deutsche Autofahrer allerdings kaum an E-Autos interessiert. In Deutschland waren Anfang 2017 laut Kraftfahrtbundesamt rund 45,8 Millionen Autos zugelassen - darunter 165.405 Hybridautos, was einem Anteil von 0,36 Prozent entspricht. Der Anteil reiner Elektroautos lag mit 34.022 Fahrzeugen nur bei 0,07 Prozent.

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