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Nach Hurrikan "Maria" - Trump besucht Puerto Rico

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Fast 14 Tage hat sich US-Präsident Trump Zeit gelassen, um im verwüsteten Puerto Rico vorbeizuschauen. Während Trump die Behörden der Insel für die seiner Ansicht nach verhältnismäßig niedrige Opferzahl lobt, herrscht in dem US-Außengebiet immer noch Chaos.

US-Präsident Trump hat die von Hurrikan "Maria" verwüstete Karibikinsel Puerto Rico besucht. Er lobte das Krisenmanagement: Man könne stolz sein, auf das, was dort geleistet werde.

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Fast zwei Wochen nachdem Hurrikan "Maria" über Puerto Rico hinwegfegte, hat der Gouverneur der Insel die Zahl der Toten von 16 auf 34 erhöht. Er nehme an, der Hurrikan habe einen Schaden von 90 Milliarden Dollar (etwa 76,4 Milliarden Euro) in dem US-Außengebiet hinterlassen, sagte Ricardo Rosselló bei einer Pressekonferenz nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump. Der empörte mit einer Aussage, die die Zahl der Opfer auf der Insel relativierte und in Vergleich zu anderen Hurrikans setzte. Trump hatte einen kurzen Stopp in Puerto Rico eingelegt. Er gratulierte den Einwohnern der Insel, dass sie einer "richtigen Katastrophe wie 'Katrina'" entkommen seien. Während des Sturms waren 2005 rund 1.800 Menschen ums Leben gekommen. "Katrina" traf damals unter anderem auf die Stadt New Orleans.

Trump: Schulden ausradieren

Trump lobte die Hilfsbemühungen seiner Regierung. Darauf, dass diese von vielen Seiten kritisiert wurden, ging er nicht ein. Die Wiederherstellung Puerto Ricos grenze an ein Wunder, so Trump. Er versprach, der Insel so gut wie möglich zu helfen. Das Desaster habe jedoch das Budget ein wenig durcheinandergebracht, scherzte Trump. In einem Interview mit dem TV-Sender Fox legte Trump nach: Die Schulden Puerto Ricos müssten ausradiert werden. "Wir werden etwas ausarbeiten", sagte Trump in San Juan. Die gesamte Struktur der Schulden müsste überprüft werden. "Wissen Sie, sie (Puerto Rico) schulden unseren Freunden an der Wall Street viel Geld. Und das müssen wir ausradieren."

Trump hatte zuvor auf Twitter die Schulden Puerto Ricos, die sich auf rund 73 Milliarden Dollar belaufen, kritisiert - ihm wurde daraufhin mangelndes Mitgefühl für die Hurrikan-Betroffenen vorgeworfen. Der Gouverneur von Puerto Rico erklärte, 19 Menschen seien durch direkte Einwirkungen des Hurrikans ums Leben gekommen. 15 weitere seien durch indirekte Folgen gestorben, berichteten lokale Medien. Auch fast zwei Wochen nach dem Sturm waren noch rund 95 Prozent der Stromnutzer auf der Insel ohne Elektrizität, darunter auch einige Krankenhäuser.

"Oberste Kommunikationspanne"

Nach Angaben der US-Katastrophenhilfe Fema waren 10.000 Mitarbeiter in Puerto Rico. 45 Prozent der Anschlüsse hatten laut Fema wieder Zugang zu Trinkwasser. Rosselló sagte, er hoffe, ein Viertel der Stromnutzer habe bis Ende Oktober wieder Elektrizität. Die Bürgermeisterin von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan, die in der vergangenen Woche die Trump-Regierung offen für zu wenig Einsatz kritisiert hatte, zeigte sich nach dem Treffen zuversichtlicher - allerdings nicht ob der Worte des Präsidenten.

Die Treffen zwischen lokalen Helfern und Mitarbeitern des Weißen Hauses seien produktiv gewesen, teilte Carmen Yulín Cruz auf Twitter mit. Sie hoffe, dass neue Kommunikationswege zur Regierung das anschieben, was dringend gebraucht werde, um Leben zu retten. In einem Interview mit dem TV-Sender CNN sagte Cruz, Trump spucke manchmal Kommentare aus, die die Puerto-Ricaner sehr verletzten. Er sei manchmal eher "oberste Kommunikationspanne" als Oberster Befehlshaber.

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