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Gipfeltreffen in Helsinki - Putin und Trump: Konstruktiver Dialog

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Das erste Gipfeltreffen von Trump und Putin hat nach Angaben beider Präsidenten einen konstruktiven Dialog angestoßen. Beide sprachen im Anschluss von "sehr guten Gesprächen".

Gipfel in Helsinki- Pressekonferenz: Donald Trump und Wladimir Putin
Gipfel in Helsinki: Donald Trump trifft Wladimir Putin. Quelle: reuters

US-Präsident Donald Trump sagte, er habe bei seinem Gespräch mit Wladimir Putin einen "direkten", "offenen" und "sehr produktiven" Dialog geführt. Die Gespräche seien insgesamt sehr gut verlaufen - und eröffneten neue Wege zum Frieden. Es seien "eine ganze Reihe kritischer Fragen zwischen unseren beiden Ländern" zur Sprache gekommen, sagte Trump. Das Gipfeltreffen in Helsinki sei "erst der Anfang" im beiderseitigen Verhältnis.

Putin will Probleme gemeinsam lösen

Auch Russlands Präsident nannte die Gespräche offen und nützlich. Russland und die USA seien in einer schwierigen Phase ihrer Beziehungen, obwohl es keine objektiven Gründe für diese Probleme gebe. "Der Kalte Krieg ist vorbei", sagte Putin.

Putin forderte die USA dazu auf, Probleme in Zukunft gemeinsam zu lösen. Russland sei bereit, gemeinsam mit den USA gegen Terrorismus und Cyber-Bedrohungen zu kooperieren. Putin lobte zudem Trumps Nordkorea-Politik. Differenzen gebe es aber im Hinblick auf Iran.

Trump brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, vor allem in Syrien besser zusammenzuarbeiten. Die USA und Russland hätten das Potenzial, Tausende von Menschenleben in dem Bürgerkriegsland zu retten, sagte Trump.

Putin: Moskau hat sich nicht in US-Wahl eingemischt

Zu den Vorwürfen, Moskau habe sich 2016 in den US-Wahlkampf eingemischt, sagte Putin: "Ich wiederhole, was ich schon mehrere Male gesagt habe: Russland hat sich nie eingemischt und wird sich nie einmischen - weder in innere amerikanische Angelegenheiten noch in einen Wahlprozess", sagte Putin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Abschluss des Gipfels.

Natürlich hätten die Russen Sympathie für Trump als Kandidaten entwickelt, sagte der Kremlchef. "Aber ist es nicht normal, dass man eine Sympathie für einen Menschen entwickelt, der eine Beziehung zu unserem Land entwickeln will?", fragte Putin.

Trump betonte, es habe keinerlei Geheimabsprachen mit Russland bei seinem Wahlsieg gegeben. Putin habe ihm versichert, es sei nicht Russland gewesen, das sich in US-Computer eingehackt habe. Putin sagte auf die Frage eines Journalisten, ob die Regierung in Moskau kompromittierendes Material gegen Trump habe: "So einen Unsinn kann man sich nicht vorstellen."

Trump: Habe Wahl nicht durch Absprachen gewonnen

Trump stand beim Gipfel mit Putin unter Druck. Zum ersten Mal machte das US-Justizministerium am Freitag russische Geheimdienstmitarbeiter und damit Putins Regierung direkt für die Hackerattacken auf Computer der oppositionellen US-Demokraten und des Wahlkampflagers von Trumps Konkurrentin Hillary Clinton verantwortlich. Trump sagte, Putin habe angeboten, dass US-Vertreter nach Russland reisen könnten und von russischen Beamten in ihren Ermittlungen zu den zwölf Verdächtigen unterstützt würden. "Ich denke, das ist ein unglaubliches Angebot."

Trump wollte sich nicht darauf festlegen, ob sich Russland in die Wahl eingemischt habe, wovon neben den Ermittlungsbehörden auch US-Geheimdienste überzeugt sind. "Ich habe großes Vertrauen in meine Geheimdienstleute", sagte er vor Journalisten. "Aber ich werde Ihnen sagen, dass Präsident Putin in seinem Dementi heute extrem stark und kraftvoll war." Er fügte hinzu: "Ich habe Vertrauen in beide Parteien."

Trump betonte, dass er die Präsidentschaftswahl 2016 nicht durch geheime Absprachen, sondern wegen seines Wahlkampf gewonnen habe. "Es gab keine geheimen Absprachen", sagte er. Er habe Putin damals gar nicht gekannt. "Wir haben eine brillanten Wahlkampf geführt, und deshalb bin ich Präsident." Putin sagte, er habe 2016 auf einen Wahlsieg Trumps gehofft, weil er sich davon eine Normalisierung der Beziehungen erhofft habe. Trump machte die Russland-Ermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller erneut für "negative Auswirkungen" auf die Beziehungen zu Moskau verantwortlich. Die Untersuchungen seien "eine Katastrophe" und eine "Hexenjagd", sagte er.

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