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Russische Präsidentschaftswahl - Putins Herausforderer

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Die Wiederwahl Wladimir Putins als russischer Staatspräsident gilt eigentlich als gesichert. Diese sieben Kandidaten fordern ihn dennoch heraus.

Xenia Sobtschak

Xenia Sobtschak
Xenia Sobtschak Quelle: dpa

Im Oktober überraschte die frühere Reality-TV-Teilnehmerin die Russen mit ihrer Kandidatur mit den Slogans "Gegen sie alle" und "Keiner von denen da oben". 2012 hatte Sobtschak an den Putin-kritischen Protesten teilgenommen, bevor sie Moderatorin beim unabhängigen TV-Sender Doschd wurde. Die 36-Jährige macht kein Geheimnis aus ihren engen Verbindungen zu Putin. Viele vermuten deshalb, dass Sobtschaks Kandidatur der Wahl nur den Anschein von Wettbewerb geben und die Opposition spalten soll.

Pawel Grudinin

Russische Präsidentschaftskandidaten - Pavel Grudinin, aufgenommen am 11.03.2018 in Moskau (Russland)
Pawel Grudinin Quelle: Imago

Der 57-Jährige mit dem Spitznamen "Erdbeerkönig" ist der Überraschungskandidat der Kommunistischen Partei. Der Chef einer ehemaligen staatlichen Obstfarm, die er in ein profitables Unternehmen umwandelte, ist der beliebteste Herausforderer Putins. Umfragen zufolge wollen ihn sieben Prozent der Russen im Kreml sehen. Von der kremltreuen Presse wurde er wegen seines mutmaßlichen Reichtums und seiner Konten im Ausland verunglimpft. Grudinin beklagt "konstanten Druck" durch die Behörden. Zwar kritisiert er offen bestimmte Entscheidungen der Regierung, attackiert Putin aber nie persönlich.

Wladimir Schirinowski

Russische Präsidentschaftskandidaten - Vladimir Zhirinovsky, aufgenommen am 12.03.2018 in Moskau (Russland)
Wladimir Schirinowski Quelle: Imago


Der 71-Jährige ist Dauerkandidat bei russischen Präsidentschaftswahlen: Er tritt bereits zum sechsten Mal an. Der Chef der ultrakonservativen LDPR-Partei ist bekannt für seine anti-amerikanischen, anti-liberalen und anti-kommunistischen Reden. Viele Beobachter sehen ihn als symbolischen Gegner des Kreml, in politischen Kreisen wird er oft als Clown beschrieben. Obwohl er in den vergangenen Jahren zunehmend an den Rand gedrängt wurde, liefert er weiterhin nationalistische Schimpftiraden in der Duma ab. Umfragen sehen ihn bei etwa fünf Prozent.

Grigori Jawlinski

Russische Präsidentschaftskandidaten - Grigory Yavlinsky, aufgenommen am 06.03.2018 in Grozny (Russland)
Grigori Jawlinski Quelle: Imago

Jawlinski gilt als wichtiger Putin-Kritiker, der aber vom Kreml toleriert wird. Der liberale Politikveteran tritt zum dritten Mal an. Bei den Wahlen 1996 und 2000 kam er auf weniger als zehn Prozent, 2004 weigerte er sich anzutreten und warf Putin Wahlmanipulation vor. 2012 wurde er in letzter Minute von der Wahl ausgeschlossen, was er wegen seiner Unterstützung Putin-kritischer Demonstranten als politisch motiviert bezeichnete. Der 66-jährige Gründer der Jabloko-Partei ist gegen die Annexion der Krim und sieht Moskaus Rolle im Syrienkrieg kritisch.

Boris Titow

Russische Präsidentschaftskandidaten - Boris Titov, aufgenommen am 27.02.2018 in Novosibirsk (Russland)
Boris Titow Quelle: Imago

Der Geschäftsmann macht sich keine Illusionen über den Ausgang der Wahl. Niemand habe "auch nur den geringsten Zweifel, wer die Wahl gewinnen wird", sagte Titow jüngst bei einem Wahlkampfauftritt auf der Krim. Der 57-Jährige unterstützt Moskaus Außenpolitik, fordert aber eine Normalisierung der Beziehungen zum Westen, um die russische Wirtschaft zu stabilisieren.

Sergej Baburin

Russische Präsidentschaftskandidaten - Sergei Baburin, aufgenommen am 24.12.2017 in Moskau (Russland)
Sergej Baburin Quelle: Imago

Der 59-jährige Chef der nationalistischen Volksunion ist der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt und wird in den Medien nur selten erwähnt. Der frühere Vize-Präsident der Duma kämpft nach eigenen Angaben seit mehr als 20 Jahren gegen den "Neoliberalismus" der russischen Behörden.

Maxim Suraikin

Russische Präsidentschaftskandidaten - Maxim Suraikin, aufgenommen am 05.02.2018 in Moskau (Russland)
Maxim Suraikin Quelle: reuters

Auch von ihm haben viele Russen noch nie gehört. Der 39-Jährige gehörte früher der Kommunistischen Partei an und gründete später die Partei Kommunisten Russlands. Die Kommunistische Partei hält Suraikins Partei für eine "Spoiler-Partei" und wirft ihr gerichtlich vor, ihre Symbolik geklaut zu haben. Suraikins Wahlprogramm hält es für notwendig, dass "Russland einen stalinistisch-kommunistischen Präsidenten" hat.

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