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Radikalisierung bei Polizei - Frankreich kündigt Maßnahmen an

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Nach der Messerattacke in einem Pariser Polizeihauptquartier kündigt Frankreichs Premierminister Aufklärungsmissionen an. Kein Signal der Radikalisierung dürfe ignoriert werden.

Die Messerattacke sorgte in Frankreich für Entsetzen.
Die Messerattacke sorgte in Frankreich für Entsetzen.
Quelle: Kamil Zihnioglu/AP/dpa

Frankreich hat Schritte zur besseren Aufdeckung von Radikalisierung innerhalb der Polizei angekündigt. Eine mutmaßlich terroristisch motivierte Messerattacke eines Polizeimitarbeiters auf Kollegen in Paris hatte in dem Land Entsetzen ausgelöst. Es werde zwei Aufklärungsmissionen geben, sagte Premierminister Edouard Philippe der Zeitung "Le Journal du Dimanche".

Die Aufdeckung interner Bedrohungen habe höchste Priorität, sagte Philippe. Kein Signal der Radikalisierung dürfe ignoriert werden.

Zunehmend Hinweise auf terroristischen Hintergrund

Im Fall der Attacke im Pariser Polizeihauptquartier mit fünf Toten hatten sich am Samstag die Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund verdichtet. Der 45 Jahre alte Angreifer sei Anhänger einer radikalen Interpretation des Islams gewesen, sagte Chefermittler Jean-François Ricard. Der Mann sei vor rund zehn Jahren zum Islam konvertiert und habe außerdem Kontakt zu mutmaßlichen Anhängern der salafistischen Bewegung gehabt, einer ultrakonservativen Strömung innerhalb des Islams.

Premierminister Philippe stärkte im Interview zudem Innenminister Christophe Castaner den Rücken. Er habe volles Vertrauen in Castaner, sagte Philippe. Zuvor waren Forderungen der Opposition nach einem Rücktritt des Innenministers laut geworden, da er ihrer Ansicht nach Informationen zur Radikalisierung des mutmaßlichen Angreifers zurückgehalten hatte.

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