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Senator Rand Paul - Der "Republikaner der anderen Art"

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Viele Freunde macht sich der Republikaner Rand Paul im Senat gerade nicht, der Regierungsstillstand ist seine Schuld. Aber der Mann aus Kentucky war schon immer speziell.

Rand Paul, Republikaner
Der Republikaner Rand Paul tanzt gern aus der Reihe. (Archivbild)
Quelle: ap

Rand Paul tanzt gern aus der Reihe. Der republikanische Senator aus Kentucky eckt mit seinen libertären Positionen oft in seiner eigenen Partei an - jetzt provozierte er damit einen Stillstand der Regierung. "Ich habe für das Amt kandidiert, weil ich die Billionen-Dollar-Defizite von Präsident Obama kritisiert habe. Jetzt haben wir die Republikaner beim Angebot eines Billionen-Dollar-Defizits Hand in Hand mit den Demokraten", so Paul. Der 55-Jährige selbst bezeichnete sich einmal als "Republikaner der anderen Art". Manche nennen ihn einen Außenseiter.

Sein politisches Credo lautet: kleiner Staat, strikte Haushaltsdisziplin, niedrige Steuern, keine militärischen Interventionen. Unter den Republikanern sticht er auch durch seine Opposition gegen die Überwachung des Geheimdienstes NSA hervor. 2014 unterstützte er deswegen eine Sammelklage gegen die Regierung des Demokraten Barack Obama. Paul fällt immer wieder durch solche Aktionen auf: 2013 protestierte er durch nahezu 13 Stunden langes Dauerreden gegen die geheimen Drohneneinsätze der Regierung.

Wechselhaftes Verhältnis zum Präsidenten

2016 bewarb er sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Es gelang ihm aber nicht, landesweit ausreichend Unterstützung für seine Positionen zu finden. Schon nach der ersten Vorwahl in Iowa stieg er aus dem Rennen aus.

Sein Verhältnis zu Donald Trump ist von Höhen und Tiefen geprägt. Er kritisierte den Präsidenten für den Angriff eines Militärflugplatzes in Syrien. Trump wiederum zeigte sich frustriert über Paul wegen dessen Opposition zu einem Gesundheitsgesetz. An anderer Stelle pries er ihn dagegen. Paul sitzt seit 2011 im Senat. Neben seiner politischen Arbeit praktiziert er gelegentlich als Augenarzt. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Im November vergangenen Jahres wurde Paul von einem Nachbarn attackiert, als er gerade Rasen mähte. Der Grund für den Streit war jedoch nicht politisch - der Nachbar hatte sich schlicht an der Gestaltung von Pauls Garten gestört.

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