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Nach rassistischen Äußerungen - DFB-Ethikkommission: Kein Verfahren gegen Tönnies

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Die DFB-Ethikkommission verzichtet auf ein Verfahren gegen den Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies wegen dessen umstrittener Afrika-Äußerungen.

Schalke-Chef Clemens Tönnies
Schalke-Chef Clemens Tönnies
Quelle: dpa

Schalker Ehrenrat: "Unbegründet"

Die Ethikkommission missbilligt allerdings die Sätze von Tönnies und wertet sie auch als "rassistisch". Die Aussagen seien ein Verstoß gegen die Grundsätze aus der Satzung des DFB. Es werde allerdings kein Verfahren eröffnet, "da Herr Tönnies bei der eingehenden Anhörung und Befragung überzeugend vermitteln konnte, dass er kein Rassist ist", hieß es in einer Stellungnahme der Ethikkommission.

"Seine Distanzierung von seiner Äußerung und sein Erschrecken darüber sind der Kommission glaubhaft", hieß es in der Begründung. Darüber hinaus seien der Kommission keine weiteren rassistischen Äußerungen bekannt. "Die Ethikkommission ist überzeugt, dass auch in Zukunft mit einer solchen Äußerung von Herrn Tönnies nicht zu rechnen ist", hieß es. Tönnies habe "tätige Reue" bewiesen. Zuvor war der fünfköpfige Schalker Ehrenrat zu dem Schluss gekommen, dass der gegen Tönnies erhobene Vorwurf des Rassismus "unbegründet" sei.

Der 63 Jahre alte Fleischfabrikant Tönnies hatte vor gut einem Monat als Festredner beim "Tag des Handwerks" in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren, so Tönnies. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

Für seine Aussagen hatte er sich später entschuldigt und sie selbst als "töricht" bezeichnet. Sein Amt als Aufsichtsratschef lässt er für drei Monate ruhen.

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