Loja Dschirga für Waffenstillstand

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Ratsversammlung in Afghanistan - Loja Dschirga für Waffenstillstand

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Ein dauerhafter Frieden ist in Afghanistan nicht in Sicht. Die Große Ratsversammlung fordert eine sofortige Feuerpause für das Krisenland.

Rund 3.200 Delegierte nahmen an der Großen Ratsversammlung teil.
Rund 3.200 Delegierte nahmen an der Großen Ratsversammlung teil.
Quelle: Rahmat Gul/AP/dpa

Nach fünf Tagen ist in Afghanistan die Große Ratsversammlung mit der Forderung nach einem umfassenden Waffenstillstand zu Ende gegangen. Die Regierung und die Taliban müssten den Krieg beenden und einen dauerhaften Frieden durch einen innerafghanischen Dialog erreichen, hieß es in einer Deklaration der 3.200 Delegierten der Loja Dschirga.

Der Waffenstillstand solle mit dem Fastenmonat Ramadan beginnen, hieß es in der 23-Punkte-Deklaration weiter. Dieser startet am Sonntag oder Montag.

Uneinigkeit über Weg zum Frieden

Die Loja Dschirga war einberufen worden, um einen nationalen Konsens über den Weg zu Frieden und eine Verhandlungsgrundlage für mögliche Gespräche mit den radikal-islamischen Taliban zu schaffen. Bei den Taliban-Gegnern in der Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft herrschte darüber Uneinigkeit. Allerdings boykottierten mehrere namhafte Politiker und Präsidentschaftskandidaten die Dschirga, darunter der Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah.

Präsident Aschraf Ghani, der an der Abschlusszeremonie teilgenommen hatte, erklärte, er sehe die Deklaration als Fahrplan und Aktionsplan für die Regierung. Ein Waffenstillstand sei aber keine einseitige Angelegenheit. Sollten die Taliban dazu bereit sein, könne man über Details einer Waffenruhe sprechen. Als Zeichen des guten Willens würden 157 inhaftierte Taliban freigelassen. 

 

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