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Reaktionen auf iranische Raketen - Von Rufen nach Deeskalation bis zu Drohungen

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Nach Irans Raketen auf zwei Militärstützpunkte im Irak melden sich immer mehr Politiker zu Wort. Die meisten wollen Deeskalation - es gibt aber auch weniger zurückhaltende Töne.

Archiv: US-Marines bewachen die Botschaft in Bagdad, aufgenommen am 03.01.2020
US-Marines bewachen die Botschaft in Bagdad.
Quelle: Reuters

In der Nacht zum Mittwoch waren nach US-Angaben mehr als ein Dutzend iranische Raketen in den Stützpunkten im nordirakischen Erbil sowie Ain al-Assad im Westirak eingeschlagen. Der iranische Angriff war eine Reaktion auf die gezielte Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani bei einem US-Drohnenangriff am vergangenen Freitag. Die internationalen Reaktionen reichen von Bestürzung über Warnungen bis hin zu unverhohlenen Drohungen.

Maas ruft Konfliktbeteiligte zu Besonnenheit auf

"Wir verurteilen den iranischen Raketenangriff auf irakische Militärstützpunkte, auf denen auch Koalitionskräfte stationiert sind", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. "Wir fordern Iran auf, alle Schritte zu unterlassen, die zu einer weiteren Eskalation führen könnten", hob er hervor.

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Der Außenminister wandte sich mit einem Aufruf zur Deeskalation aber auch an die Konfliktbeteiligten insgesamt. "Alle sind aufgefordert, in dieser Lage Besonnenheit und Zurückhaltung zu üben", erklärte der SPD-Politiker. "Wir stehen seit Tagen in Kontakt mit allen Seiten, um auf eine Beruhigung der Lage hinzuwirken", betonte er weiter.

Von der Leyen: Gebrauch von Waffen muss jetzt aufhören

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rief ebenfalls zu einem Ende der Gewalt auf. "Der Gebrauch von Waffen muss jetzt aufhören, um Raum für Dialog zu schaffen", sagte sie nach einer Sondersitzung der EU-Kommission zur Irankrise. Alle seien dazu aufgerufen, Gespräche wieder aufleben zu lassen. "Und davon kann es nicht genug geben." Die EU könne dabei auf ihre ganz eigene Weise beitragen. Man habe bewährte Beziehungen, um zur Deeskalation beizutragen. "Die aktuelle Krise betrifft nicht nur die Region, sondern uns alle."

Zudem machte von der Leyen deutlich, dass die EU an dem stark gefährdeten Atomabkommen mit dem Iran von 2015 festhalten will. Die Lage im Nahen Osten werde am Nachmittag auch Thema bei ihrem Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson in London sein.

AKK: Reaktion des Iran "nicht ganz unvorhergesehen"

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wies die "Aggression aufs Schärfste" zurück. Kramp-Karrenbauer betonte im ARD-"Morgenmagazin" zugleich, dass es sich bei den Attacken um "Reaktionen" handele, "die nicht ganz unvorhergesehen gekommen sind". Sie appellierte an Teheran, "keine zusätzliche Eskalation zu betreiben". Bei dem Angriff wurden keine deutschen Soldaten verletzt.

Auf einen möglichen Abzug der deutschen Soldaten angesprochen, wies die Ministerin auf eine "enge Abstimmung mit den Partnern" hin. Sie habe das Verteidigungsministerium angewiesen, mit den 13 Rahmennationen der internationalen Mission schnellstmöglich zusammenzukommen, um über die Situation im Irak zu beraten. Es müsse "alles getan werden, um die Lage zu beruhigen". Die "Spirale der Gewalt" dürfe nicht weiter "nach oben gedreht" werden.´

Netanjahu droht Teheran vorsorglich

Jeder, der uns angreift, wird einen gewaltigen Gegenschlag erhalten.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu

Harte Worte unterdessen aus Jerusalem: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu drohte dem Iran im Falle eines Angriffs auf israelische Ziele mit einem "gewaltigen Gegenschlag". "Jeder, der uns angreift, wird einen gewaltigen Gegenschlag erhalten", sagte Netanjahu auf einer Konferenz in Jerusalem. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor mit Angriffen gegen Israel und auf mit den USA "verbündete Regierungen" gedroht.

Am Sonntag hatte zudem ein hoher iranischer Beamter damit gedroht, die israelischen Städte zu "Staub" zerfallen zu lassen, "wenn Amerika nach unserer militärischen Reaktion auch nur die geringste Maßnahme ergreift".

Weitere Reaktionen auf den iranischen Raketenbeschuss

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