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Syrische Rebellen unterlegen - Regierungstruppen marschieren in Daraa ein

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Im Frühjahr 2011 sprühten Schüler in Daraa regierungsfeindliche Graffiti an Wände. Es war der Beginn des Aufstands gegen Machthaber Assad. Jetzt geben die Rebellen die Stadt auf.

Syrische Soldaten am 07.07.2018 in Daraa
Syrische Soldaten übernehmen in Rebellen-Vierteln in Daraa die Kontrolle. Quelle: epa

Syrische Regierungstruppen sind staatlichen Medienberichten zufolge in die bislang von bewaffneten Kämpfern kontrollierten Viertel der Provinzhauptstadt Daraa im Süden des Landes einmarschiert. Soldaten hissten die syrische Fahne über dem Hauptplatz der Stadt. Rebellensprecher Ibrahim Dschabawi bestätigte, die Aufständischen hätten eine Einigung mit Russland, dem Verbündeten Syriens, erzielt. Demnach geben die Regierungsgegner in Daraa ihre schweren Waffen ab.

Wiege des Aufstands

Die Rückeroberung der Provinz Daraa gilt als wichtiger Sieg für den syrischen Machthaber Baschar al-Assad. Es ist auch symbolisch bedeutsam, da in der Provinz im März 2011 die Proteste gegen Assad begonnen hatten. Sie weiteten sich zu einem landesweiten Bürgerkrieg aus, in dessen Verlauf bis zu 400.000 Menschen getötet wurden. Rebellen kontrollierten zuletzt noch einen Teil der Stadt. Dort waren sie von den Regierungstruppen belagert worden.

Karte von Syrien, Daraa
Karte von Syrien: Die Stadt Daraa liegt im Süden des Landes.

Der Geheimdienst hatte im Frühjahr 2011 eine Gruppe von Schülern in Daraa festgenommen und gefoltert, die regierungsfeindliche Graffiti an Wände gesprüht hatten. Nach den Festnahmen kam es in der Stadt zu Protesten, gegen die die Regierung mit Gewalt vorging.

Zehntausende auf der Flucht

Syriens Armee kontrolliert mehr als 80 Prozent der Provinz Daraa, wie regierungsnahe Medien und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldeten. Regierungsgegnern bleibt in der Region ein Streifen an der Grenze zu den von Israel besetzten Golanhöhen. Ein Gebiet wird dort auch noch von einem Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beherrscht.

In der Region sind zehntausende Menschen auf der Flucht vor Kämpfen. Russland, die USA und das Nachbarland Jordanien hatten sich vor rund einem Jahr auf eine so genannte Deeskalationszone für Daraa geeinigt. Regierungstruppen begannen im Juni dennoch mit einer Offensive. Den größten Teil der Provinz konnten Assads Anhänger nach Abkommen mit Rebellen übernehmen, die unter russischer Vermittlung ausgehandelt wurden. Mit Daraa verlieren die Rebellen eines der letzten Gebiete unter ihrer Kontrolle.

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