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Streit über Duschgel - "Anti-Fa" - St. Pauli hat Ärger mit Henkel

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Der FC St. Pauli hat mit einem Duschgel den Henkel-Konzern gegen sich aufgebracht. "Anti-Fa" heißt der Saubermacher, um den nun ein Rechtsstreit droht.

Screenshot: FC St. Pauli - Online-Shop, vom 23.11.2018
Duschgel "mit antifaschistischer Haltung": St.-Pauli-Fanshop im Netz (Screenshot 23.11.2018)
Quelle: fcsp-shop.com

Dem FC St. Pauli droht ein kurioser Rechtsstreit. Weil der Fußball-Zweitligist ein Duschgel mit der Bezeichnung "Anti-Fa" auf den Markt gebracht hat, sieht sich das Konsumgüter-Unternehmen Henkel angegriffen.

"Der Verkauf eines Duschgels mit dem Produktnamen 'Anti-Fa' bzw. Verbindung des Begriffs 'Anti' mit einem unserer Markennamen ist grundsätzlich nicht in unserem Sinne - ganz unabhängig davon, in welchen Kontext dies gestellt wird/welche politische Haltung damit verbunden ist", schreibt Henkel via Twitter. In der Bindestrich-Konstruktion sieht der "Fa"-Hersteller eine Herabwürdigung seines Produkts. Und weiter: "Um das positive Image unserer Marke Fa zu schützen, sind wir im Gespräch mit den Verantwortlichen und behalten uns vor, gegebenenfalls auch rechtlich gegen diese Anlehnung an unseren Markennamen vorzugehen."

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"Klagt nicht, solidarisiert Euch!"

In den sozialen Netzwerken habe das St.-Pauli-Produkt "Irritationen" ausgelöst, so Henkel weiter. Auf Twitter allerdings ging die Henkel-Reaktion einigermaßen nach hinten los. "Was bei mir Unverständnis und Irriration auslöst, ist ihre Reaktion. Mehr nicht", schreibt einer. "Klagt nicht, solidarisiert Euch!", twittert ein anderer. Oder: "Eure Marketingabteilung sollte doch vor Glück aufschreien!"

Auch Verständnis für den Konzern wurde laut: "Wäre ich der Inhaber der Marke "Fa" würde es mir auch nicht gefallen, wenn jemand "Anti-Fa" auf den Markt brächte", schreibt einer. Zuvor hatte sich schon die AfD echauffiert: Ein Duschgel nach "der gewalttätigen & verfassungsfeindlichen #Antifa" zu benennen, verhöhne Polizeibeamte, die beim Fußball für Sicherheit sorgten, twitterte der AfD-Parlamentarier Martin Hess.

Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig konterte in der "Bild"-Zeitung: "Wenn sich solche Leute aus dieser Partei aufregen, haben wir etwas richtig gemacht." Mannschafts-Kapitän Johannes Flum sagte dem Blatt: "Klare Zeichen gegen Rechts auszusenden - dafür stehen wir." Wie es jetzt weitergeht, ist noch unklar. Rettig sagte den Hamburger Zeitungen: Der Verein stehe "dazu mit unserem Partner Budni und auch mit Henkel im Austausch". Im Fan-Shop des Vereins jedenfalls ist das "Duschgel mit antifaschistischer Haltung" - derzeit ausverkauft - soll aber wieder reinkommen.

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