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Liste mit Abtreibungsärzten online

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Reform-Umsetzung - Liste mit Abtreibungsärzten online

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Die Liste der Ärzte und Krankenhäuser, die Abtreibungen durchführen, ist nun online, so wie es die Koalitionsfraktionen beschlossen haben. Eine Politikerin übt jedoch Kritik.

Auf dem Grundgesetz liegt die Schrift §219a
Auf dem Grundgesetz liegt die Schrift §219a
Quelle: dpa

Die Bundesärztekammer hat die Liste der Ärzte und Krankenhäuser online gestellt, die eine Abtreibung durchführen. Darauf hatten sich die Koalitionsfraktionen bei der Reform des Werbeverbots für Abtreibungen geeinigt.

Diese Liste wird auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlicht und gemeinsam monatlich aktualisiert. Ulle Schauws (Grüne) zweifelte den Sinn der Liste an. "Für das bevölkerungsreichste Bundesland NRW sind gerade einmal drei Praxen gelistet", sagte sie.

Unter www.familienplanung.de veröffentlicht die Bundeszantrale für gesundheitliche Aufklärung die Liste:

Ultraschallbild, Nuckel und Informationsmaterial zum Schwangerschaftsabbruch

Nachrichten -
Zur Liste der Abtreibungsärzte
 

Die Liste wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht und gemeinsam monatlich aktualisiert.

Auf der Liste gibt es bisher weniger als 100 Einträge. Bei fast allen der verzeichneten 87 Einträge handelt es sich um Mediziner in Hamburg oder Berlin, wo bereits seit Längerem Listen auf Landesebene geführt wurden. Vermerkt sind ferner drei Praxen in Nordrhein-Westfalen und zwei in Hessen. Über die Zahlen hatte zuerst die "taz" berichtet.

Nach Debatte: Ärzte dürfen auf Internetseite informieren

Nach monatelangen Debatten hatte sich die große Koalition darauf geeinigt, dass Ärzte anders als zuvor zum Beispiel auf ihrer Internetseite darüber informieren dürfen, dass sie Abtreibungen vornehmen. Zu den Methoden dürfen sie aber weiterhin keine Angaben machen. Stattdessen soll in der Bundesärztekammer-Liste darüber informiert werden.

Ein Sprecher der Bundesärztekammer sagte der "taz", die Ärzte aus Berlin und Hamburg seien gefragt worden, ob sie auch auf der zentralen Liste auftauchen wollten. Die übrigen Mediziner würden unter anderem über das "Deutsche Ärzteblatt" informieren. Sie könnten den Eintrag über ein Online-Formular beantragen. Laut "taz" gibt es bundesweit etwa 1.200 Ärzte und Einrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

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