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Heuschreckenplage in Pakistan

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Regierung ruft Notstand aus - Heuschreckenplage in Pakistan

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Die Heuschreckenschwärme waren im vergangenen Juni aus dem westlichen Nachbarland Iran nach Pakistan eingedrungen. Es ist die schlimmste Heuschreckenplage seit Jahrzehnten.

Auch in Ostafrika herrscht eine Heuschreckenplage. Archivbild
Nach Ostafrika ist inzwischen auch Pakistan von einer Heuschreckenplage betroffen (Archiv).
Quelle: Ben Curtis/AP/dpa

Wegen einer Heuschreckenplage hat die Regierung in Pakistan den Notstand ausgerufen. Die Behörden fürchten um die Ernährungssicherheit des südasiatischen Landes. "Wir stehen der schlimmsten Heuschreckenplage in mehr als zwei Jahrzehnten gegenüber und haben entschieden, den nationalen Notstand zu erklären", sagte Informationsminister Imran Khan.

"Ich habe Zweifel, dass wir unser Weizenproduktionsziel von 27 Millionen Tonnen dieses Jahr erreichen können", sagte der Farmer Nisar Khaskhali.

Angst vor Ernährungs-Engpass

Die Behörden fürchten angesichts der gefräßigen Insekten um die Ernährungssicherheit des südasiatischen Landes. Die Heuschreckenschwärme waren im vergangenen Juni aus dem westlichen Nachbarland Iran nach Pakistan eingedrunge.

Die Insekten hatten sich zuerst im Südwesten des Landes über Baumwolle, Weizen, Mais und anderes Getreide hergemacht. Von der südlichen Provinz Sindh zogen sie bis in die nordwestliche Provinz Khyber Pakhtunkhwa.

Plage auch in Ostafrika

Heuschrecken in einem Baum bei Katitika in Kenia
Heuschrecken in einem Baum in Kenia.
Quelle: ap

Auch Ostafrika leidet derzeit unter einer Heuschreckenplage. Die Schwärme in Äthiopien, Kenia und Somalia seien in ihrer Größe und ihrem Zerstörungspotenzial "beispiellos", hatte die UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) kürzlich mitgeteilt.
Laut UN erlebt die Region die schwerste Heuschreckenplage seit Jahrzehnten. Zehntausende Hektar von Acker- und Weideland in Äthiopien, Kenia und Somalia seien zerstört. In dem Gebiet lebten 11,9 Millionen Menschen unter bereits prekären Ernährungsbedingungen.

Die Heuschrecken hätten mit der Eiablage begonnen; damit sei mit einem Anwachsen der Schwärme zu rechnen, sagte Keith Cressman, Experte für Heuschrecken-Prognosen bei der FAO. Nötig seien Maßnahmen zur Aufspürung und Dezimierung der Heuschrecken am Boden und aus der Luft sowie Vorkehrungen zum Schutz der Existenzgrundlage der Bevölkerung. Die FAO veranschlagte dafür 70 Millionen Dollar (63,5 Millionen Euro).

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