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Bloomberg will US-Präsident werden

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Rennen ums Weiße Haus - Bloomberg will US-Präsident werden

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Seit Tagen gab es Spekulationen, dass der Milliardär Michael Bloomberg das Rennen um die US-Präsidentenwahl 2020 aufmischen könnte. Nun ist es offiziell: Er macht genau das.

Michael Bloomberg (Archiv).
Nun also doch: Michael Bloomberg steigt ins Rennen ein.
Quelle: John Locher/AP/dpa

Der Milliardär und frühere New Yorker Bürgermeister, Michael Bloomberg, will US-Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020 herausfordern. Der Demokrat kündigte an, offiziell ins Präsidentschaftsrennen seiner Partei einzusteigen. Bereits seit Tagen wurde eine solche Botschaft des 77-Jährigen erwartet.

"Ich bewerbe mich als Präsident, um Donald Trump zu besiegen und Amerika wieder aufzubauen", teilte Bloomberg mit. Er gilt als einer der reichsten Männer der Welt und kann erhebliche Finanzmittel in einen Wahlkampf einbringen.

Die Zeitschrift "Forbes" schätzt sein Nettovermögen auf ungefähr 50 Milliarden Dollar (45 Milliarden Euro), womit er Trumps geschätztes Vermögen von etwas mehr als drei Milliarden Dollar weit überragt. Bloomberg hatte bereits zugesagt, im Rahmen des Präsidentschaftswahlkampfs mindestens 150 Millionen Dollar seines privaten Vermögens auszugeben, darunter 100 Millionen Dollar für Internet-Werbung gegen Trump.

Trump spottete schon vorab

"Wir können uns vier weitere Jahre von Präsident Trumps rücksichtslosem und unethischem Handeln nicht leisten", erklärte Bloomberg. Der Medienunternehmer hatte bereits Vorbereitungen getroffen und in mehreren Bundesstaaten die nötigen Unterlagen für eine mögliche Teilnahme an den Vorwahlen eingereicht.

Er wird nicht gut abschneiden.
Donald Trump, US-Präsident

Trump hatte bereits vor Tagen mit Spott auf die Berichte über eine mögliche Präsidentschaftsbewerbung Bloombergs reagiert. Dem "kleinen Michael" Bloomberg fehle die nötige "Magie", die Wahlen in einem Jahr zu gewinnen, sagte Trump. "Er wird nicht gut abschneiden."

Bloomberg reiht sich - extrem spät - in einer übervolles Bewerberfeld bei den Demokraten ein. Obwohl bereits zahlreiche Parteikollegen ausgestiegen sind, bewerben sich noch immer fast 20 Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei. Die meisten von ihnen machen bereits seit Monaten Wahlkampf. Die Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November 2020 endgültig bestimmen, beginnen Anfang Februar in Iowa.

Linke bringen sich in Stellung

Prominente Anwärter auf die Kandidatur der Demokraten hatten sich in den vergangenen Tagen angesichts der Spekulationen über seine Kandidatur bereits gegen Bloomberg in Stellung gebracht. Insbesondere die linken Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders, die in Umfragen bislang mit an der Spitze liegen und immer wieder Position gegen Superreiche bezogen, zielten auf Bloombergs Reichtum ab. Sanders etwa sagte, man könne die Wahl nicht kaufen.

Bloomberg gilt als moderater Demokrat und macht damit vor allem dem früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden Konkurrenz, der in Umfragen bislang noch vorne liegt, zuletzt aber zunehmend schwächelte und von der internen Konkurrenz fast eingeholt und beim Spendensammeln zum Teil überholt wurde.

Im März hatte Bloomberg noch öffentlich erklärt, er wolle nicht Präsidentschaftskandidat werden. Berichten zufolge verzichtete er damals bewusst auf eine Kandidatur, um Biden nicht in die Quere zu kommen.

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