Journalisten arbeiten immer öfter in Angst

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Reporter ohne Grenzen - Journalisten arbeiten immer öfter in Angst

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Weltweit leben immer mehr Journalisten in Angst, berichten Reporter ohne Grenzen. Schlimmer ist die Lage auch in Regionen geworden, die eigentlich als sicher gelten - etwa Europa.

Archiv: Mitarbeiter und Aktivisten von Reporter ohne Grenzen e.V. demonstrieren, aufgenommen am 30.07.2018, Berlin
Mitarbeiter und Aktivisten von Reporter ohne Grenzen e.V. demonstrieren (Archivbild)
Quelle: picture alliance/dpa

"Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten", erklärt die Organisation in ihrem Bericht zur Rangliste der Pressefreiheit 2019.

Zu den Regionen, in denen sich die Lage am stärksten verschlechtert hat, gehört Europa. Auch die USA sind auf der Rangliste nach unten gerutscht.
Reporter ohne Grenzen

Dies betreffe vor allem Länder, in denen sich Journalisten bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. "Zu den Regionen, in denen sich die Lage am stärksten verschlechtert hat, gehört Europa. Auch die USA sind auf der Rangliste nach unten gerutscht", schreibt Reporter ohne Grenzen.

Mehr Angriffe auf deutsche Journalisten

Die Zahl der tätlichen Angriffe gegen Journalistinnen und Journalisten ist in Deutschland 2018 gestiegen.
Reporter ohne Grenzen

Deutschland sei zwar um zwei Plätze nach oben auf Rang 13 gerückt. Dies liege aber vor allem daran, dass die Pressefreiheit in anderen Ländern stärker abgenommen habe. "Die Zahl der tätlichen Angriffe gegen Journalistinnen und Journalisten ist in Deutschland 2018 gestiegen." Reporter ohne Grenzen zählte mindestens 22 Fälle im vergangenen Jahr, davor waren es 16 Angriffe. Zu Gewalt sei es insbesondere am Rande rechtspopulistischer Veranstaltungen und Kundgebungen gekommen.

Am ehesten ohne Behinderung können Journalisten in Norwegen, Finnland und Schweden arbeiten. Am Ende der Skala von Reporter ohne Grenzen finden sich Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan.

Morddrohungen gegen US-Journalisten

Die USA sind im Ranking um drei Plätze auf die Nummer 48 zurückgefallen. Dort zeige "die Hetze Wirkung, mit der Präsident Donald Trump kritische Medien seit seinem Amtsantritt überzieht", so Reporter ohne Grenzen. "Nie zuvor erhielten Journalistinnen und Journalisten - von Trump als 'Volksfeinde' diffamiert - so viele Mord- und Bombendrohungen wie 2018."

Die Türkei, in der zahlreiche Journalisten inhaftiert sind, kommt auf Platz 157. In Russland ist die Lage vergleichsweise etwas besser, das Land belegt Platz 149, fast gleichauf mit Venezuela (Platz 148). Schwerer haben es demnach Journalisten in China (Platz 177).

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