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Reporter ohne Grenzen - Weltweit 80 Journalisten getötet

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In vielen Ländern ist Journalismus ein gefährlicher Beruf. Morde an Reportern bleiben ungesühnt. Die Repression wird immer raffinierter.

Weltweit wurden 2018 mindestens 80 Medienschaffende getötet.
Weltweit wurden 2018 mindestens 80 Medienschaffende getötet.
Quelle: Tanmoy Bhaduri/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Weltweit sind in diesem Jahr nach Angaben von Reporter ohne Grenzen (ROG) mindestens 80 Journalisten und andere Medienmitarbeiter wegen ihrer Arbeit getötet worden. Mehr als die Hälfte von ihnen kam in nur fünf Ländern ums Leben: in Afghanistan, Syrien, Mexiko, Jemen und Indien, teilte die Organisation mit.

Auch in den USA starben in diesem Jahr sechs Journalisten. Vier von ihnen wurden beim Anschlag auf die Lokalzeitung "Capital Gazette" in Annapolis im Bundesstaat Maryland getötet.

Gezielt wegen ihrer Arbeit ermordet

Unter den Getöteten waren 63 professionelle Journalisten, 13 so genannte Bürgerjournalisten und vier Helfer. Während 31 der Betroffenen ihr Leben bei der Ausübung ihrer Arbeit verloren, etwa in Kriegsgebieten wie Syrien und Jemen, wurden 49 Medienschaffende gezielt wegen ihrer Arbeit ermordet.

Das trifft insbesondere auf Mexiko zu, wo neun Journalisten Mordanschlägen zum Opfer fielen. Die insgesamt höchste Zahl der getöteten Journalisten - nämlich 15 - war in Afghanistan zu verzeichnen.

Im Jahr 2018 wurden weltweit 80 Journalisten getötet, 348 Medienschaffende sind in Haft. Das zeigt der Jahresbericht der Organisation "Reporter ohne Grenzen".

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Gerade in Ländern ohne freie Presse spielen der Bilanz zufolge Bürgerjournalisten eine immer wichtigere Rolle bei der Informationsbeschaffung und geraten damit zunehmend ins Visier: Die Zahl getöteter Bürgerjournalisten sei im Vergleich zu 2017 von sieben auf 13 gestiegen, teilte ROG mit.

Die meisten inhaftierten Journalisten in China

Die Zahl inhaftierter Bürgerjournalisten sprang um 40 Prozent von 107 auf 150. Länder wie China, Ägypten, Iran und Saudi-Arabien verstärkten ROG zufolge die Repression im Internet.

Michael Rediske, Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen, sagt, China sei das Land, "das eine hohe Zahl von Journalisten in Haft hält."

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