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Habeck zum Ausstieg bei Twitter - "Ich will diese Kurzatmigkeit nicht mehr"

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Grünen-Chef Robert Habeck steigt aus Selbstschutz bei den Plattformen Facebook und Twitter aus. Im ZDF-Interview fordert er eine Cyberpolizei, um Daten besser zu sichern.

Grünen-Chef Habeck hat seine Profile in den sozialen Netzwerken gelöscht – um sich vor Datenraub zu schützen und weil die Art der Kommunikation nicht seinem Politikstil entspräche.

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Es gebe zwei Geschichten, die ihn beträfen und die auf unterschiedliche Art ärgerlich seien, sagte Robert Habeck im ZDF-Interview. Ihm seien im Zuge des Datenklaus bei Politikern und Prominenten sehr viele persönliche Daten geraubt worden, "deswegen werde ich bei Facebook rausgehen", so Habeck weiter.

"Das macht mich zu einem schlechteren Menschen"

Zudem gab sich der Grünen-Chef selbstkritisch: "Und dann habe ich ein dämliches Video gesprochen, das gestern hochgeladen wurde." Es sei das zweite Mal, dass ihm solche "Idiotien" passierten. "Und ich habe mich die ganze Nacht gefragt - warum passiert mir so was, wo ich doch eigentlich das Gegenteil will, nämlich bedachtsam und sorgfältig zu sein." Er glaube, es liege an dem Medium Twitter und seinem Umgang damit. Er sei offensichtlich anfällig für diesen aggressiven Ton. "Ich will diese Kurzatmigkeit nicht mehr." Er wolle eine fokussierte, ruhige Politik. Daher werde er auch dort aussteigen.

Er wisse natürlich, dass viele Politiker das Medium Twitter nutzten. "Für mich ist es aber eher ein Schaden", resümierte er. Er merke, dass er in dieser hektischen Welt Fehler mache. Das wolle er nicht: "Das macht mich zu einem schlechteren Menschen, zu einem schlechteren Politiker." Um seine politischen Inhalte zu verteidigen, müsse er dort aussteigen.

Cyberpolizei und bessere Aufklärung der Kinder

Gegen den Datenklau forderte Habeck mehr Selbstschutz, etwa durch sichere Passwörter. Zweitens sollten die Firmen eine doppelte Zertifizierung einfordern. Und zudem fordert er verstärkte Aufklärung und Fahndung - "das heißt massive Investitionen in eine Cyberpolizei".

Habeck forderte außerdem eine bessere Aufklärung und Ausstattung in den Schulen, um Kinder fit für das Internet zu machen. Er glaubt jedoch, dass die Kinder meist mehr wüssten, als die Erwachsenen. "Sie verstehen, dass das Internet gar nicht umsonst ist, sondern dass man mit seinen Daten dafür bezahlt. Dennoch sei Aufklärung wichtig: "Man braucht eigentlich auch einen Führerschein für digitalen Verkehr."

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