Sie sind hier:

40 Jahre Islamische Revolution - Rohani: "Verschwörung der Feinde besiegen"

Datum:

Der Iran lässt seine Islamische Revolution hochleben und Präsident Rohani hält eine heroische Rede. Dass das Land in der Krise steckt, schiebt er auf das Ausland.

Iran feiert den 40. Jahrestag der Islamischen Revolution. Auf die aktuellen Krisen im Land ging Präsident Rohani bei den Feierlichkeiten nicht ein. Wegen der Sanktionen der USA steckt das Land in einer akuten Wirtschaftskrise.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Zum 40. Jahrestag der Islamischen Revolution hat der iranische Präsident Hassan Rohani die Einheit des Volkes und den Widerstand gegen ausländische Feinde beschworen. "Das Volk steht auch nach 40 Jahren zu den Idealen der Revolution von 1979 und der Islamischen Republik", sagte Rohani in Teheran bei einer Großkundgebung auf dem Asadi-Platz.

Rohani: Sanktionen werden Iran nicht in die Knie zwingen

"Wir befinden uns heute in einem psychologischen und wirtschaftlichen Krieg", sagte Rohani. Mit Wirtschaftssanktionen wollten US-Präsident Donald Trump, Israel und Saudi-Arabien das islamische System schwächen und einen Regimewechsel im Iran erzwingen. Dies werde jedoch nicht gelingen, wenn Volk und Regierung zusammenhielten.

Der Iran feiert den Sieg der Islamischen Revolution im Februar 1979. Doch den Menschen geht es schlecht. Denn die Sanktionen zeigen Wirkung und das Land steckt in einer Krise.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Großkundgebungen im ganzen Land waren am Montag ein Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Islamischen Revolution. An den staatlich koordinierten Kundgebungen in Teheran und anderen Städten nahmen laut staatlichen Medien Millionen Menschen teil. Das ausgegebene Motto der Feierlichkeiten lautet: "Stolz auf gestern, voller Hoffnung auf morgen". Die Slogans der Demonstranten richteten sich erneut gegen die USA und den Erzfeind Israel.

"Land stärker als vor 40 Jahren"

Das Volk wolle weiterhin nicht von imperialistischen Mächten abhängig sein, sagte Rohani. Das Land mit seiner Bevölkerung von mehr als 82 Millionen Menschen und seinem Militär sei stärker als vor 40 Jahren und werde die Verschwörungen der Feinde des Landes besiegen.

Der Präsident würdigte den Beitrag der heimischen Rüstungsindustrie zur Bewaffnung der Streitkräfte. 85 Prozent der Ausrüstung einschließlich fast jeder Art von Raketen würden im Iran hergestellt. "Unsere Streitkräfte erhalten alles, was sie wollen", sagte Rohani. Damit könne sich das Land nicht nur vor ausländische Invasionen schützen, sondern auch seinen Weg gegen Imperialismus und Unterdrückung weitergehen.

In seiner Rede ging Rohani nicht auf die Probleme im Land ein. Wegen der Sanktionen der USA steckt das Land in einer akuten Wirtschaftskrise. Die nationale Währung hat 60 Prozent an Wert verloren, die Inflation ist in allen Bereichen gestiegen und der wichtige Ölexport ist stark geschrumpft.

Archiv: Ajatolla Ruhollah Chomeini, aufgenommen am 01.02.1979 in Teheran, Iran

Iran feiert 40. Jahrestag - Die Männer hinter der islamischen Revolution

Die Revolution beendete 1979 die Herrschaft des Schahs im Iran - seitdem ist das Land eine "Islamische Republik". Diese sechs Männer waren eng mit der Revolution verbunden.

Atomabkommen nach US-Ausstieg kaum noch zu retten

Einen völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch erwarten Ökonomen zwar nicht, weil es dem Iran gelungen ist, seine Wirtschaft ausreichend zu diversifizieren. Das Herzstück der Politik der Rohani-Regierung, das Wiener Atomabkommen von 2015, ist nach Trumps Ausstieg letztes Jahr allerdings kaum noch zu retten. Es hatte über das Ende der Sanktionen eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Wohlstand ermöglichen sollen. Rohani selbst ist innenpolitisch nun unter Druck. Die Hardliner wollen ihn wegen der Wirtschaftskrise zum Rücktritt bewegen und nach über sechs Jahren ihrerseits wieder an die Macht kommen.

Am 11. Februar 1979 war im Iran das Ende der Monarchie verkündet worden. Einen Monat später wurde die Islamische Republik gegründet. Als Revolutionsführer und Gründer des schiitischen Gottesstaates gilt deren erster oberster Führer, Ajatollah Ruhollah Chomeini, der von seinem Exil in der französischen Gemeinde Neauphle-le-Château aus den Sturz der Monarchie vorbereitet hatte. Seine Rückkehr nach Teheran leitete das Ende der Monarchie ein.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.