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Protest gegen AfD-Parteitag - Roth fordert Widerstand gegen Hass und Hetze

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Gemeinsam aufstehen gegen den Hass: Das war die Botschaft von Bundestagsvizepräsidentin Roth bei einer Kundgebung in Augsburg. Tausende protestierten dort gegen den AfD-Parteitag.

Claudia Roth in Augsburg
Claudia Roth in Augsburg Quelle: reuters

Zeitgleich zum Parteitag der Rechtspopulisten habe sich ein "buntes, vielfältiges, starkes Bündnis" zusammengetan, "das heute hier Gesicht zeigt", sagte die Grünen-Politikerin Roth am Samstag vor tausenden Menschen auf dem Rathausplatz. "Wir stehen zusammen für Demokratie, für den Rechtsstaat, für Artikel 1 des Grundgesetzes: die Menschenwürde ist unantastbar."

Der AfD-Parteitag sei kein Spiel, sondern "ein Angriff auf die Grundlagen unserer Demokratie", auf Moral, Ethik und politischen Anstand und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, rief Roth. Sie warf den Rechtspopulisten "offenen Rassismus" vor. "Das lassen wir nicht zu", fügte sie unter Applaus hinzu. Roth rief die Demonstranten auf: "Lasst uns aufstehen gemeinsam gegen den Hass, für ein friedliches, vielfältiges Miteinander." Die Gegner der Rechtspopulisten seien in der Mehrheit und ließen sich "nicht unterkriegen": "Das ist unser Land."

Begleitet von massiven Protesten trifft sich die AfD zum Bundesparteitag in Augsburg. Neben der Flüchtlingskrise stehen die Landtagswahlen in Bayern und Hessen im Fokus.

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CSU-Bürgermeister ausgebuht

Vor Roth hatte der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) gesprochen, allerdings wurde er von der Menge ausgebuht und ausgepfiffen, es flogen Tomaten. Während seiner Rede kam es unmittelbar vor der Tribüne zu Rangeleien mit etwa 20 Antifa-Aktivisten, die von Sicherheitsleuten und der Polizei zurückgedrängt wurden. Schließlich gelang es, die Lage wieder zu beruhigen.

Die Demonstranten waren einem Aufruf des Bündnisses für Menschenrechte gefolgt, das ein "klares Signal gegen Hass" setzen wollte. Einer der Organisatoren betonte in seiner Ansprache, er sei stolz darauf, dass auch so viele junge Menschen gekommen seien, sie seien "das Herz des demokratischen Augsburg". Manfred Gahler vom Bayerischen Jugendring appellierte an die Menge, "gemeinsam Haltung" zu zeigen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit.

Polizei meldet nur kleine Zwischenfälle

In Sprechchören wurde gerufen "Augsburg hasst die AfD", auf Schildern stand "Rassismus ist keine Alternative" und "Nein zu Hetze gegen Muslime". Zu den weiteren Rednern gehörte auch Juso-Chef Kevin Kühnert.

Er sei gekommen, weil es "an der Zeit ist, dass sich jeder in diesem Land bewegt und politisch engagiert", sagte der Augsburger Harry Seibold angesichts des "europapolitischen Rechtsrucks". Die Demonstrantin Margit Siebert, ebenfalls aus Augsburg, sagte: "Ich will Flagge zeigen, dass die AfD hier nicht erwünscht ist."

Die Polizei registrierte sonst nur ein paar kleinere Zwischenfälle wie die Zündung einer Bengalo-Fackel und eine Straßenblockade. Zwei Demonstranten wurden durch den Einsatz von Pfefferspray leicht verletzt. Die Versammlungen liefen sehr ruhig ab, sagte Polizeisprecherin Katharina von Rönn. "Wir sind sehr zufrieden bis jetzt.

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