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Rückführung von IS-Kämpfern - Dänemark lehnt Trumps Forderung ab

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Trump hat seine Verbündeten zur Rückführung von gefangenen IS-Kämpfern aufgerufen. Dänemark lehnt das ab und schiebt dem US-Präsidenten die Schuld zu.

Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen.
Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Forderung von US-Präsident Donald Trump zur Rückführung von Hunderten gefangenen Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat ist in Dänemark auf Ablehnung gestoßen. "Es handelt sich um einige der gefährlichsten Menschen der Welt, und wir sollten sie nicht zurücknehmen", sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen.

Die Situation sei schließlich Trumps Schuld, weil er sich entschlossen habe, die Truppen aus Syrien abzuziehen, bevor das Land stabilisiert worden sei.

"Strafe in den Ländern absitzen"

Bei den oppositionellen Sozialdemokraten hieß es, die IS-Kämpfer müssten in der Region selbst vor Gericht gestellt werden. "Dänemarks Job ist es, dort beim Aufbau eines Justiz- und Strafvollzugssystems zu helfen. Und dann müssen diese Leute die Strafen in den Ländern absitzen, wo sie diese begangen haben", sagte die für Rechtsangelegenheiten zuständige Sprecherin der Sozialdemokraten, Trine Bramsen. Ähnlich ablehnend äußerte sich die rechtspopulistische Dänische Volkspartei.

Nach Schätzungen des dänischen Nachrichtendienstes PET von 2018 sind seit 2012 rund 150 Menschen aus Dänemark nach Syrien und in den Irak gereist, um sich islamistischen Extremisten anzuschließen.

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