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CEBIT in neuem Gewand - Ein Festival des Digitalen

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Geschäft trifft Spaß - das ist das neue Konzept der CEBIT. Die Digitalmesse präsentiert sich als Event. Im Mittelpunkt stehen Trends rund um Big Data und Künstliche Intelligenz.

Auf der Computermesse in Hannover werden die neusten Trends vorgestellt - Roboter als Helfer im Alltag und Drohnen als Taxi-Alternative. Ab diesem Jahr soll die Messe vor allem: Spaß machen.

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Hip und cool will die "neue" CEBIT sein, sich wieder öffnen für Privatleute. Symbolisch dafür sind ein 60 Meter hohes Riesenrad und eine Surferwelle mitten auf dem Gelände. Die Macher wollen hoch hinaus, versuchen sich abzuheben von der Hannover Messe, die sich ebenfalls als digitale Business-Fachmesse etabliert hat. Statt ausschließlich Krawattenträger anzulocken, präsentiert sich die CEBIT nun als Festival, als digitales Surfparadies.

Kein Motto, kein Partnerland, dafür Riesenrad und Party

Es ist ein Neustart der 30 Jahre alten IT-Messe, die eigens vom kühlen März in den Juni verlegt wurde. Nun gibt es offene Diskussionsveranstaltungen und Vorträge auf Bühnen, die auf dem ganzen Gelände verteilt sind, und abends ist Party angesagt. Neu ist auch, dass es kein Partnerland mehr gibt und kein offizielles Motto, unter dem die Messe steht. Vielleicht weil Slogans wie der letztjährige "d!conomy" wohl auch nicht von jedem verstanden wurden. Im Mittelpunkt soll jedenfalls kein Schlagwort mehr stehen, sondern die digitale Transformation, die unsere moderne Welt verändert. Und dann tönt von überall her doch ein Stichwort: Künstliche Intelligenz.

Auch wenn es eigentlich nur Algorithmen sind, die Computern und Robotern Leben einhauchen - was sie mittlerweile können, ist erstaunlich. Auf der CEBIT zeigen die Aussteller, wie Mensch und Roboter im Team zusammenarbeiten. Da wird geforscht am autonomen Fahren, bei dem statt des Menschen die Maschine die Kontrolle übernimmt, und dank Big Data gibt es Softwarelösungen, die Personen und deren Verhalten erkennen oder den Berufsalltag erleichtern, indem sie beispielsweise den Posteingang vorsortieren und eingehende Mails und Dokumente den richtigen Mitarbeitern zuordnen.

Humanoide Roboter und die Frage nach der Moral

Es sind Systeme, die menschliche Fähigkeiten erlernt haben, sie nachahmen. Maschinen, die selbstständig erkennen, planen, entscheiden. Sie sollen den Menschen unterstützen, ihn nicht überflüssig machen. Künstliche Intelligenz hat nämlich auch Grenzen, vor allem dort, wo Moral im Spiel ist. Dietmar Dengler vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz weiß: "Ethisch getriebene Entscheidungsprozesse sind schwierig in Algorithmen einzupflanzen, weil dort die individuelle Erfahrung des Menschen fehlt. Hier wird ein Algorithmus immer auf der falschen Seite liegen".

Und doch entsteht der Eindruck, dass Roboter den Menschen in vielen Bereichen ersetzen oder ihn in puncto Intelligenz gar überflügeln können. Roboter mit Kulleraugen erzählen Witze, unterhalten sich nahezu flüssig mit den Besuchern. Der künstliche Star auf der CEBIT aber ist "SpotMini" von Boston Dynamics, ein "Roboterhund" auf vier Beinen, der mit seinen selbstoptimierenden Fähigkeiten weltweit Furore macht. Er lernt Türen zu öffnen und dabei auftauchende Schwierigkeiten beim nächsten Versuch zu überwinden, wird besser und besser. Ab dem nächsten Jahr steht er zum Verkauf und könnte dann beispielsweise Firmengelände kontrollieren als Wachhund, der weder Futter noch Streicheleinheiten braucht.

Mit Drohnen geht es hoch hinaus

Die CEBIT ist dieses Jahr auch Start- und Landezone für Drohnen, die in  abendlichen Flugschauen gleich zu Hunderten von ihren Leistungen überzeugen. Unbemannte Kopter und Drohnen erledigen mittlerweile in vielen Industriebereichen wichtige Aufgaben, gerade da, wo es für Menschen zu gefährlich wäre. Tauchgänge, Rettungseinsätze - die Drohnenvorführungen auf der CEBIT sind beeindruckend. Und vielleicht geht es demnächst ja auch für uns alle in die Luft. Das Flugtaxi – auf der CEBIT ist es bereits Realität.

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