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Russland-Affäre in USA - Trump-Sohn: E-Mail über mysteriöses Treffen

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Donald Trump Jr. ist im vergangenen Jahr Material über Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton aus angeblich offizieller russischer Regierungsquelle angeboten worden. Das geht aus einem Mailwechsel hervor, den der Präsidentensohn am Dienstag veröffentlichte.

In der Affäre um Russland-Kontakte des Ex-Sicherheitsberaters von US-Präsident Trump bringt der Justizausschuss des Senats pikante Details ans Licht. Trump wurde mehrfach gewarnt, auch von Ex-Justizministerin Yates - sie wurde später gefeuert.

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Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump gerät wegen eines Treffens mit einer russischen Anwältin in Bedrängnis. Donald Trump Jr. veröffentlichte am Dienstag einen E-Mail-Verkehr mit dem Publizisten Rob Goldstone, der nach seinen Angaben zu der Begegnung mit der Anwältin führte. Daraus geht hervor, dass ihm belastende Informationen über die Konkurrentin seines Vaters, Hillary Clinton, in Aussicht gestellt wurden. Diese sollten von der russischen Generalstaatsanwaltschaft stammen.

"Ich liebe das"

Dieses Material "wäre für ihren Vater sehr nützlich", schrieb der britische Publizist Goldstone den Dokumenten zufolge. Es handle sich offensichtlich "um sehr hoch anzusiedelnde und heikle Information", stellte Goldstone demnach in Aussicht. Sie entstamme den Bemühungen "Russlands und seiner Regierung zur Unterstützung" der Präsidentschaftskampagne des US-Immobilienmoguls. Der Trump-Sohn reagierte begeistert auf die Offerte: "Wenn es das ist, was Sie sagen, liebe ich das." In dem weiteren Schriftverkehr vereinbarten beide dann einen Termin. Goldstone erwähnt in diesem Zusammenhang eine "Anwältin der russischen Regierung".

Die Anwältin Natalia Veselnitskaja, mit der sich der 39 Jahre alte Sohn Trumps am 9. Juni 2016 schließlich traf, bestritt, jemals für den Kreml gearbeitet zu haben. Trump Jr. hatte schon in den vergangenen Tagen eingeräumt, dass ihm vor dem Treffen "hilfreiche Informationen" für den Wahlkampf versprochen worden waren.

Kreml: Kennen die Anwältin nicht

Veselnitskaja sagte dem Sender MSNBC, sie habe keine Verbindungen zum Kreml. Sie habe auch kein Material über Clinton gehabt. "Ich war niemals im Besitz von schädlichen oder sensiblen Informationen über Hillary Clinton. Es war niemals meine Absicht, solche zu haben", sagte sie in dem Interview der Übersetzung zufolge. Sie habe auch nicht um das Treffen gebeten. Der Kreml hatte am Montag erklärt, man kenne die Anwältin nicht.

Mit der Veröffentlichung der E-Mails reagierte Trump Jr. auf einen Bericht der "New York Times". Die Zeitung hatte am Montagabend geschrieben, dass Goldstones E-Mail darauf hindeute, dass die russische Regierung Quelle der potenziell schädlichen Informationen gewesen sei. Es gebe aber keinen Beweis dafür, dass die versprochenen Informationen in Zusammenhang mit den Hackerangriffen auf die Demokraten stünden, schrieb die Zeitung weiter.

US-Geheimdienste beschuldigen Moskau, hinter Attacken auf E-Mail-Konten der Demokraten zu stehen. Dabei gestohlene Daten wurden im Juli 2016 von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht. Die amerikanischen Geheimdienste werfen dem Kreml vor, sich auf diese Weise in den Wahlkampf eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden. Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es dabei Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gab.

Trump Jr.: Nonsens-Treffen

Präsident Trump erfuhr nach Angaben einer Sprecherin erst in den vergangenen Tagen von dem Treffen. Bei dem Gespräch im Juni waren neben seinem Sohn auch sein Schwiegersohn Jared Kushner und der damalige Vorsitzende der Wahlkampagne, Paul Manafort, anwesend.

Trump Jr. war am Dienstag erneut bemüht, die Begegnung herunterzuspielen. Die Medien und die Demokraten hätten es extrem auf die "Russlandgeschichte" abgesehen, schrieb er auf Twitter. "Wenn dieses Nonsens-Treffen alles ist, was sie nach einem Jahr haben, verstehe ich die Verzweiflung!" Sein Anwalt sagte der "New York Times", sein Mandant habe nichts Falsches getan, werde aber mit den Ermittlern zusammenarbeiten, sollten sie ihn kontaktieren.

Trump Jr. hatte zuvor erklärt, Einzelheiten oder weitergehende Informationen seien ihm von der Anwältin nicht angeboten worden. Die Frau habe das Gespräch nach dem Austausch von Freundlichkeiten mit den Worten eröffnet, dass sie Informationen besitze, nach denen Personen mit Verbindungen zu Russland den Parteivorstand der Demokraten und Hillary Clinton unterstützten. Ihre Äußerungen seien vage und mehrdeutig gewesen, sie hätten keinen Sinn ergeben, erklärte Trumps Sohn weiter. "Es wurde schnell deutlich, dass sie keine wichtige Information hatte."

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