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Dank Informationen der CIA - Russland verhindert mutmaßlichen Anschlag

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Russland hat laut eigenen Angaben einen Terroranschlag in St. Petersburg verhindert. Mehrere mutmaßliche Attentäter wurden festgenommen - auch dank der Mithilfe der CIA.

Russiche Sicherheitskräfte nehmen mutmaßliche Attentäter fest
Quelle: dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat für einen Hinweis des Auslandsgeheimdiensts CIA gedankt - das gab der Kreml bekannt. Von der CIA zur Verfügung gestellte Informationen hätten es ermöglicht, eine Gruppe Verdächtiger ausfindig zu machen und festzunehmen, die Bombenanschläge auf Orte in St. Petersburg geplant hätten, hieß es weiter.

Es war das zweite Telefonat zwischen den beiden Präsidenten seit Donnerstag. Putin habe Trump gebeten, seine Dankbarkeit der CIA zu übermitteln. Russische Geheimdienstbehörden würden laut Putin Informationen, die sie über mögliche Terrorbedrohungen gegen die USA erhielten, weitergeben.

Russischer Geheimdienst: Anschläge am Wochenende geplant

Der Inlandsgeheimdienst FSB teilte am Freitag mit, dass sieben mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat festgenommen worden seien, weil sie mutmaßlich an diesem Wochenende Terroranschläge in St. Petersburg ausführen wollten. Die Verdächtigen hätten auf Anordnung des IS einen Selbstmordbombenanschlag in einer Kirche und eine Reihe anderer Explosionen in den belebtesten Gegenden der Stadt geplant.

Bei einer Durchsuchung einer Wohnung in St. Petersburg seien Sprengstoff, automatische Waffen und extremistische Literatur entdeckt worden. Laut russischen Nachrichtenberichten war das Hauptanschlagsziel die Kasaner Kathedrale, die aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Bei einem Selbstmordattentat in der U-Bahn von St. Petersburg waren im April 16 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 wurden verletzt. Russische Fernsehsender zeigten Aufnahmen von FSB-Agenten vor einem Wohngebäude, die einen Verdächtigen festnahmen. Dieser wurde später gezeigt, wie er zugab, beauftragt worden zu sein, mit Granatsplittern ausgestattete Bomben vorzubereiten. Russische Medien gaben an, dass es sich um einen 18-Jährigen handele.

"Schritt in Richtung Zusammenarbeit"

Das Videomaterial wurde vom FSB freigegeben. Die Berichte enthielten Aufnahmen eines metallenen Behälters, den die Verdächtigen laut FSB als Labor zur Herstellung von Sprengstoff benutzten. In einem anderen Video brachen Agenten die Türen einer Wohnung auf, die von anderen Verdächtigen benutzt wurde. Mehrere der mutmaßlichen Attentäter stammten aus mehrheitlich muslimischen Regionen im russischen Nordkaukasus. Ein Mann sei aus der früheren Sowjetnation Tadschikistan an der Grenze zu Afghanistan.

Der FSB hatte vergangene Woche mitgeteilt, mehrere Verdächtige mit Verbindungen zum IS in Moskau festgenommen zu haben. Dort hätten sie mutmaßlich mehrere Selbstmordanschläge zum Jahreswechsel geplant. Die Stellungnahme des Kreml war die erste öffentliche Erklärung Russlands, dass Informationen von den USA dabei geholfen hätten, einen Anschlag zu vereiteln.

Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind auf ihrem schlechtesten Stand seit dem Kalten Krieg. Der stellvertretende Chef des außenpolitischen Ausschusses im Unterhaus des russischen Parlaments, Alexej Tschepa, sagte, der CIA-Hinweis sei ein "Schritt in Richtung Zusammenarbeit. Je mehr derartiger Aktionen wir haben, desto besser wird es für beide unsere Länder sein", sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti

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