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Kampf gegen den IS - Russland: Rakka "barbarisch" zerbombt wie Dresden

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Russland hat der von den USA geführten Anti-IS-Allianz in Syrien eine Auslöschung von Rakka vorgeworfen. Die Stadt habe "das Schicksal von Dresden im Jahr 1945 erlitten, das durch anglo-amerikanische Bombardierungen dem Erdboden gleichgemacht wurde", erklärte das Verteidigungsministerium.

In der einstigen IS-Hochburg Rakka deutet sich die Schlussoffensive an. Kurdische Kämpfer haben nach monatelangen Gefechten die IS-Terroristen mit Hilfe der USA weitgehend zurückgedrängt.

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Die Bombenoffensiven der USA und ihrer Alliierten seien "barbarisch" gewesen, kritisierte das russische Verteidigungsministerium. Es seien "tausende friedliche Zivilisten in den Ruinen Rakkas begraben" worden. Die Angriffe glichen dem Bombenteppich, den Großbritannien und die USA 1945 über Dresden gelegt hätten, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Er warf den Staaten der Militärallianz vor, mit humanitärer Hilfe die Folgen der Bombardierungen kaschieren zu wollen.

Letzte Großstadt unter IS-Kontrolle

Die USA hatten die Eroberung der syrischen Stadt Rakka vom sogenannten Islamischen Staat (IS) als "entscheidenden" Sieg im Anti-Terror-Kampf bewertet. Nach vier Monaten heftiger Kämpfe hatten syrische Rebellen am Dienstag die Befreiung von Rakka aus den Händen der Dschihadistenmiliz verkündet.

Nach dem Fall der irakischen Stadt Mossul war Rakka die letzte Großstadt unter IS-Kontrolle. Die IS-Kämpfer hatten Rakka im Januar 2014 erobert und später zur inoffiziellen Hauptstadt ihres selbsternannten "Kalifats" gemacht.

Die Eroberung werde überschätzt

Das russische Verteidigungsministerium bestritt in seiner Erklärung vom Sonntag, dass die Eroberung Rakkas von großer militärischer Bedeutung sei. Rakka sei eine "Provinzstadt", deren Eroberung überschätzt werde.

Die Erfolgsmeldungen der US-Regierung seien überzogen. So sei Rakka auch weitaus kleiner als Deir Essor, wo das syrische Militär mit Hilfe russischer Unterstützung gegen den IS kämpft.

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