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Streit über atomare Abrüstung - INF-Vertrag: Russland will mit den USA kooperieren

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Ist der INF-Abrüstungsvertrag noch zu retten? Bis Anfang Februar läuft eine letzte Frist im Streit zwischen den USA und Russland. Nun zeigt sich Moskau zur Zusammenarbeit bereit.

Im INF-Vertrag geht es auch um die Reichweite von Raketen
Im INF-Vertrag geht es auch um die Reichweite von Raketen
Quelle: Wolfgang Eilmes/dpa

Russland ist nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow zur Zusammenarbeit mit den USA zur "Rettung" des INF-Abrüstungsvertrags zwischen beiden Ländern bereit. Vor Journalisten forderte er am Mittwoch die europäischen Länder dazu auf, bei den Verhandlungen zu helfen. Gespräche zur Rettung des Vertrags waren am Dienstag ergebnislos geblieben, beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, für das drohende Scheitern des Abkommens verantwortlich zu sein.

US-Ultimatum läuft Anfang Februar aus

Im Streit über einen wichtigen Abrüstungsvertrag zum Verbot von Mittelstreckenwaffen wirft Russland den USA vor, russische Lösungsvorschläge zu ignorieren. Seine Regierung habe den USA angeboten, die von den Amerikanern gerügten neuen Raketen von Experten untersuchen zu lassen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Moskau. Washington habe jedoch weiter auf ein Ultimatum beharrt, das eine Zerstörung der Marschflugkörper 9M729 und der damit verbundenen Technologie vorsieht.

Die USA und die Nato hatten Russland vorgeworfen, mit den neuen Marschflugkörpern gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Die USA haben im November Moskau eine letzte dreimonatige Frist zum Einlenken gesetzt, die Anfang Februar ausläuft. Das Vorgehen der USA sei Zeichen des geringen gegenseitigen Vertrauens. "Es führt auch dazu, dass das außenpolitische Denken militarisiert wird", sagte der russische Chefdiplomat. Russland selbst reagierte auf die Vorwürfe und Forderungen wiederholt mit der Androhung einer Aufrüstung.

Der 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossene Abrüstungsvertrag sieht die Abschaffung aller bodengestützten, nuklear bestückbaren Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite über 500 Kilometer vor.

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