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Piloten warten auf Tarifvertrag

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Ryanair in Deutschland - Piloten warten auf Tarifvertrag

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Im Dezember 2018 hatten sich der Billigflieger Ryanair und die Vereinigung Cockpit auf Grundzüge eines Tarifwerks geeinigt. Die Umsetzung steht aber immer noch aus.

Flugzeuge der irischen Airline Ryanair. Archivbild
Flugzeuge der irischen Airline Ryanair. Archivbild
Quelle: Marcel Kusch/dpa

Die in Deutschland stationierten Piloten des irischen Billigfliegers Ryanair warten immer noch auf einen Tarifvertrag. Auch mehr als neun Monate nach der grundsätzlichen Einigung auf Eckpunkte gebe es noch keinen Abschluss, sagte Janis Schmitt, Sprecher der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit.

Es werde aber intensiv verhandelt. Knackpunkt sei das Steuerrecht. Bislang müssen die Piloten ihre Sozialabgaben zwar in Deutschland, ihre Einkommensteuer aber weiterhin in Irland entrichten.

Streit um Einkommensteuer-Abgabe in Irland

In Irland fallen der Vereinigung Cockpit (VC) zufolge höhere Steuern an als in Deutschland, sodass die nach den Eckpunkten erfolgten Gehaltserhöhungen nicht zu den erhofften Netto-Zuwächsen geführt hätten. Ryanair habe sich geweigert, die Differenz zu erstatten.

Die VC verlangt die Errichtung eines Flugbetriebs (AOC) mit deutscher Lizenz, während Ryanair erwägt, die an deutschen Flughäfen basierten Jets von der Tochter Malta Air betreiben zu lassen. Das Personal könne auch in dieser Konstruktion die Abgaben dann wie gewünscht an den Einsatzorten zahlen.

Schmitt bedauerte den Abgang des Ryanair-Organisationschefs Peter Bellew, der in gleicher Funktion zum Konkurrenten Easyjet wechseln will. Er habe für einen konstruktiven Verhandlungsstil der einst strikt anti-gewerkschaftlichen Airline gestanden. Jüngste Äußerungen des Vorstandschefs Michael O'Leary zum angeblichen Pilotenüberschuss bezeichnete der VC-Sprecher als überzogen.

Die VC und Ryanair hatten nach mehreren Streikwellen im Dezember 2018 ein Eckpunktepapier mit deutlichen Gehaltssteigerungen für die rund 400 in Deutschland stationierten Piloten vereinbart. Gehaltstarif und Manteltarif sollen bis März 2023 gelten.

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