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Leseempfehlungen - Die Sachbuch-Bestenliste für November 2018

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Sie machen unsere Zeit verständlicher und vertiefen Debatten. Eine Jury aus 30 Kritikern empfiehlt daher monatlich zehn herausragende Sachbücher - die Sachbuch-Bestenliste.

Cover der Bücher auf der Sachbuch-Bestenliste von November 2018
Die Sachbuch-Bestenliste von November 2018 im Überblick
Quelle: ZDF, Deutschlandfunk Kultur und Die Zeit

1 (-) Roma Agrawal: Die geheime Welt der Bauwerke

A. d. Engl. v. Ursula Held; Hanser; 352 Seiten, 24 Euro

Roma Agrawal: Die geheime Welt der Bauwerke; A. d. Engl. v. Ursula Held; Hanser; 352 S., 24,– €
Roma Agrawal: Die geheime Welt der Bauwerke; Hanser
Quelle: Hanser

Wir arbeiten in ihnen, spazieren über sie und fahren durch sie hindurch: Dass Hochhäuser dem Sturm trotzen, Brücken und Tunnel dem Verkehr und der Schwerkraft standhalten, ist fast ein Wunder – und der Kunst der Ingenieure zu verdanken. Roma Agrawal weiht uns ein in die Geheimnisse der Statik. Das erste populäre Sachbuch über das Bauen, geschrieben von einer der führenden Ingenieurinnen unserer Zeit.

55 Punkte

Info

2 (-) Wilhelm Heitmeyer: Autoritäre Versuchung. Signaturen der Bedrohung

Suhrkamp; 394 Seiten, 18 Euro

Wilhelm Heitmeyer: Autoritäre Versuchungen. Signaturen der Bedrohung 1, Suhrkamp; 394 S., 18,– €
Wilhelm Heitmeyer: Autoritäre Versuchungen; Suhrkamp
Quelle: Suhrkamp

Der Rechtsruck bedroht die westlichen Demokratien. Wilhelm Heitmeyer hat diese Tendenzen frühzeitig thematisiert. 2001 warnte er, die Globalisierung gehe mit sozialem Kontrollverlusten einher, der zum Aufstieg des autoritären Kapitalismus und zu Rechtspopulismus führe. In seinem neuen Buch knüpft er an diese Analysen an und macht sie für eine Diagnose der aktuellen Situation fruchtbar.

54 Punkte

3 (-) Jörn Leonhard: Der überforderte Frieden: Versailles und die Welt 1918-1923

C.H. Beck; 1.531 Seiten, 39,95 Euro

Jörn Leonhard: Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918–1923; C. H. Beck; 1531 S., 39,95 €
Jörn Leonhard: Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt; C.H. Beck
Quelle: C. H. Beck

Aus aller Welt kamen im Frühjahr 1919 Diplomaten und Staatsmänner nach Paris, um den größten Krieg, den die Welt bis dahin gesehen hatte, zu beenden und eine neue Friedensordnung zu errichten. Mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt vom Krieg in den Frieden schlitterte und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete.

51 Punkte

4 (-) Virginie Despentes: King Kong Theorie

A. d. Franz. v. C. Steinitz, B. Heber-Schärer; Kiwi; 160 Seiten, 10 Euro

Virginie Despentes: King Kong Theorie; A. d. Franz. v. Claudia Steinitz und Barbara Heber-Schäfer; KiWi; 160 S., 9,99 €
Virginie Despentes: King Kong Theorie; Kiwi
Quelle: KiWi

Gleich zu Beginn ihres autobiografischen Essays stellt Virginie Despentes klar, für wen sie schreibt: für die Unzufriedenen, die Ausgegrenzten, für die, die in keine Schublade passen. Ein wütendes, feministisches Pamphlet gegen Männlichkeitswahn, das Opferdasein und die Beschränkung des Menschen auf Geschlechter- und Rollenklischees. Außerdem ein Plädoyer für das Recht auf Selbstbestimmung.

33 Punkte

4 (-) Andreas Rödder: Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems

S.Fischer; 352 Seiten, 20 Euro

Andreas Rödder: Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems; S. Fischer; 368 S., 20,– €
Andreas Rödder: Wer hat Angst vor Deutschland?; S. Fischer
Quelle: S. Fischer

Deutschland steckt in einem Dilemma. Es wird erwartet, dass es politische Führung übernimmt. Doch zugleich ist der Vorwurf der deutschen Dominanz programmiert. Der Historiker Andreas Rödder erzählt die Geschichte, die dahintersteckt: die Geschichte über "deutsche Stärke", deutsche Selbstbilder und das Verhältnis zu den Nachbarn. Ein politischer Essay zu einer höchst kontroversen Debatte.

33 Punkte

6 (8) Sue Black: Alles, was bleibt. Mein Leben mit dem Tod

A. d. Engl. v. K. Bielfeldt und J. Bürger; DuMont; 416 Seiten, 24 Euro

Sue Black: alles was bleibt. Mein Leben mit dem Tod. A. d. Engl. v. K. Bielfeldt und J. Bürger; Dumont; 416 S., 24,– €
Sue Black: Alles, was bleibt. Mein Leben mit dem Tod.; DuMont
Quelle: Dumont

Dieses Buch ist eine unsentimentale, aber berührende Annäherung an den Tod. Die weltweit führende forensische Anthropologin und Anatomin Sue Black zieht hier das Fazit ihrer bahnbrechenden Karriere. Sie setzt sich mit den Spielarten des Todes, ihren Ängsten, dem Sterben ihrer Eltern und ihrer eigenen Sterblichkeit auseinander und plädiert für einen anderen Umgang unserer Gesellschaft mit dem Tod.

32 Punkte

7 (-) Max Czollek: Desintegriert Euch

Hanser; 208 Seiten, 18 Euro

Max Czollek: Desintegriert euch!; Hanser; 208 S., 18,– €
Max Czollek: Desintegriert euch!; Hanser
Quelle: Hanser

Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: durch Desintegration. Dieses Buch ist die Polemik der Stunde.

30 Punkte

8 (-) Kai Strittmatter: Die Neuerfindung der Diktatur: Wie China den digitalen Überwachungsstaat aufbaut und uns damit herausfordert

Piper; 288 Seiten, 22 Euro

Kai Strittmatter: Die Neuerfindung der Diktatur; Piper; 288 S., 22,– €
Kai Strittmatter: Die Neuerfindung der Diktatur; Piper
Quelle: Piper

China ist Boomland, längst einer der Motoren der Weltwirtschaft. Innenpolitisch blieb das Land autoritär, außenpolitisch zurückhaltend. Doch unter Xi Jinping, dem mächtigsten Staats- und Parteichef seit Mao, erfindet sich der autoritäre Staat neu, in offener Konkurrenz zum Westen. Kai Strittmatter beschreibt die Mechanismen der Diktatur und zeigt, was Chinas Entwicklung für uns bedeutet.

28 Punkte

9 (-) Jeanette Erazo Heufelder: Welcome to Borderland: Die US-mexikanische Grenze

Berenberg; 160 Seiten, 25 Euro

Jeanette Erazo Heufelder: Welcome to Borderland. Die US-mexikanische Grenze; Berenberg; 256 S., 25,– €
Jeanette Erazo Heufelder: Welcome to Borderland; Berenberg
Quelle: Berenberg

Die berühmteste Grenze der Welt seit der Berliner Mauer: 1950 Meilen vom Pazifik bis zum Golf von Mexiko. Donald Trump will hier eine Mauer bauen. Dabei sind in dieser Grenzregion die Menschen schon immer in beide Richtungen unterwegs gewesen. Heufelders Bericht beschreibt die mythenumwobene Vergangenheit und die von Gewalt, Drogenmafias und friedlichem Miteinander geprägte Gegenwart.

25 Punkte

9 (-) Peter Sloterdijk: Zeilen und Tage. Notizen 2011-2013

Suhrkamp; 540 Seiten, 28 Euro

Peter Sloterdijk: Neue Zeilen und Tage. Notizen 2011–2013; Suhrkamp; 540 S., 28,– €
Peter Sloterdijk: Neue Zeilen und Tage. Notizen 2011–2013; Suhrkamp
Quelle: Suhrkamp

Nach längerer Bedenkzeit hat sich Peter Sloterdijk dem Unabwendbaren gebeugt. Wer das Vorgängerbuch gelesen hat, kann sich der Fortsetzung ebenso wenig entziehen wie den Lockungen der buchlangen Transformation, Privates als Öffentliches auszuweisen und umgekehrt. "Zeilen und Tage" vereint in einer grandiosen Mischung Gesellschaftsroman und Gesellschaftsanalyse.

25 Punkte

9 (-) Margarete Stokowski: Die letzten Tage des Patriarchats

Rowohlt; 320 Seiten, 20 Euro

Margarete Stokowski: Die letzten Tage des Patriarchats; Rowohlt; 320 S., 20,– €
Margarete Stokowski: Die letzten Tage des Patriarchats; Rowohlt
Quelle: Rowohlt

Seit 2011 schreibt die Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski Essays, Kolumnen und Debattenbeiträge. Die besten Texte versammelt dieses Buch. Die Autorin analysiert den Umgang mit Macht, Sex und Körpern, die #MeToo-Debatte und Rechtspopulismus, sie schreibt über Feminismus und Frauenkörper, über Pornos, Unisextoiletten und die Frage, warum sich Feminismus und Rassismus ausschließen.

25 Punkte

9 (-) Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus

A. d. Engl. v. B. Schmid; Campus; 727 Seiten, 29,95 Euro

Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus; A. d. Engl. v. Bernhard Schmid; Campus; 727 S., 29,95 €
Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus; Campus
Quelle: Campus

Die Menschheit steht am Scheideweg, sagt die Harvard-Ökonomin Shoshana Zuboff. Bekommt die Politik die wachsende Macht der High-Tech-Giganten in den Griff? Wie reagieren wir auf die neuen Methoden der Verhaltensauswertung und -manipulation, die unsere Autonomie bedrohen? Akzeptieren wir die neuen Formen sozialer Ungleichheit? Zuboffs Buch gibt Antworten – und liefert eine neue Erzählung des Kapitalismus.

25 Punkte

Im Überblick

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