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Sachsen - Ministerpräsident Tillich kündigt Rücktritt an

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Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich tritt im Dezember zurück. Damit zieht der 58-Jährige die Konsequenz aus dem schlechten Ergebnis der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl. Er habe beschlossen "die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben".

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde sein Amt im Dezember „in jüngere Hände übergeben", erklärte Tillich. Bei der Bundestagswahl hatte in Sachsen die AfD die meisten Stimmen bekommen.

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"Es waren die besten Jahre meines politischen Lebens", wird der Ministerpräsident auf dem offiziellen Twitteraccount der sächsischen Staatskanzlei zitiert. Tillich (CDU) sei denjenigen dankbar, die ihn unterstützt haben und wolle seine Aufgaben als Ministerpräsident in Sachsen noch bis zur Wahl seines Nachfolgers mit vollem Engagement wahrnehmen.

Er werden beim Landesparteitag der Sächsischen Union am 9. Dezember auch nicht mehr für das Amt des Landesvorsitzenden kandidieren schreibt Tillich in seinem Statement. Nachfolger soll in beiden Positionen der Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer, werden. Der 42-Jährige aus Görlitz hatte bei der Bundestagswahl sein Direktmandat verloren und sitzt künftig nicht mehr im Bundestag.

Die Bundes-CDU hat Tillichs Einsatz für die Partei und dessen Heimatland gewürdigt. Tillich habe sich "in den verschiedensten Funktionen um den Freistaat verdient gemacht und war immer ein starker Vertreter der Interessen seiner Heimat in der Bundespartei", erklärte CDU-Generalsekretär Peter Tauber in Berlin. Tillich ging vor 27 Jahren in die Politik und war seit 2008 Ministerpräsident.

Reaktion auf AfD-Erfolg in Sachsen

Seit Tagen war im Freistaat über eine größere Regierungsumbildung spekuliert worden. Ende September war bereits Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) zurückgetreten. Sie hatte private Gründe angegeben. Über seine Pläne für eine Nachfolge in dem Ressort werde er am Donnerstag zunächst die Fraktion unterrichten, kündigte Tillich an.

Nach der Wahl hatte Tillich bereits eine schärfere Asyl- und Einwanderungspolitik gefordert und von seiner Partei verlangt, die Lücke nach rechts zu schließen. Die sächsischen Landräte hatten von ihm darüber hinaus weitere Konsequenzen gefordert.

Bei der Bundestagswahl am 24. September war die AfD in Sachsen stärkste politische Kraft geworden und hatte dabei auch die seit der Wende im Freistaat regierende CDU um ein Zehntelprozentpunkt übertroffen.

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