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Urteil in Düsseldorf - Fünfeinhalb Jahre Haft für Salafistenprediger Lau

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Der Salafistenprediger Sven Lau muss für fünfeinhalb Jahre in Haft. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte Lau als Terrorhelfer. Er habe sich in vier Fällen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig gemacht.

Sven Lau, eines der bekanntesten Gesichter der radikal-islamistischen Szene hierzulande, ist heute wegen Terrorhilfe zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Er soll eine Islamisten-Gruppe in Syrien unterstützt haben.

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Die Bundesanwaltschaft hatte Lau vorgeworfen, die Extremistengruppe Jamwa in Syrien als verlängerter Arm unterstützt zu haben. Er habe Geld für die Gruppe gesammelt und Kampfwillige rekrutiert. Die Ankläger hatten zum Abschluss des im September 2016 begonnenen Prozesses sechseinhalb Jahre Haft für Lau gefordert, sein Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert.

Lau gehört gemeinsam mit Pierre Vogel zu den bekanntesten Gesichtern des radikalen Islam in Deutschland. Der 36-Jährige gilt auch als Initiator der "Scharia-Polizei", die 2014 durch Wuppertal zog und bundesweit für Empörung sorgte.

Bundesanwaltschaft nannte ihn "Überzeugungstäter"

Die Bundesanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft für Lau gefordert und ihn einen "Überzeugungstäter" genannt. Er habe den Dschihad in Syrien von Deutschland aus unterstützt und dabei unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe agiert. So habe er Terroristen in Syrien Islamisten als Kämpfer vermittelt, außerdem habe er etwa drei Nachtsichtgeräte beschafft.

Der Terrormiliz Jamwa gehe es um die Errichtung eines Kalifatstaates, argumentierte die Bundesanwaltschaft. Teile der Gruppe hätten sich inzwischen dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen. Lau habe zudem - unterstützt von Pierre Vogel - ein salafistisches Netzwerk in Deutschland aufgebaut und beherrscht.

Verteidiger wollte Freispruch

Laus Verteidiger Mutlu Günal hatte einen Freispruch beantragt. Lau sei von einem verurteilten Terroristen und notorischen Lügner belastet worden, der sich davon offenbar verspreche, früher aus dem Gefängnis freizukommen, argumentierte Günal.

Der Prozess gegen den ehemaligen Feuerwehrmann aus Mönchengladbach hatte im September vergangenen Jahres begonnen. Er umfasste 53 Verhandlungstage, der Senat vernahm 38 Zeugen und hörte zwei Sachverständige. Die Tatvorwürfe reichen ins Jahr 2013 zurück. Lau hat bislang 22 Monate in Untersuchungshaft gesessen.

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