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Metropole in Asien - Sauberes Singapur - eine Stadt ohne Müll

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Singapur gilt als sauberste Stadt Asiens. Das hat aber auch seinen Preis: Wer hier Müll einfach so wegwirft, dem drohen teils hohe Geldstrafen. Manchmal sogar Prügel.

Verbotsschild "No Littering" in Singapur
Verbotsschild, dass kein Müll hingeworfen werden darf, in Singapur Quelle: imago

Die Sonne spiegelt sich in der Skyline. Und auf dem Boden. Von diesem könnte man in Singapur essen, heißt es oft. Und tatsächlich: kein Müll auf der Straße, stattdessen Reinigungstrupps im Dauereinsatz. Als Singapur vor mehr als 50 Jahren gegründet wurde, ging niemand davon aus, dass aus dem einstigen Entwicklungsland eine globale Hochglanzmetropole werden könnte.

Singapur - Oase der Ordnung und der Gesetze

Und Singapur tut alles, um sein "Saubermann-Image" auch aufrecht zu erhalten. Der Stadtstaat fährt eine rigorose Politik: Wer Müll auf die Straße wirft, zahlt schon mal bis zu 1.000 Euro. Es ist die Stadt der Gesetze und Verbote. Und der öffentlichen Schmähungen. Denn nicht selten kommt es vor, dass die Umweltsünder zusätzlich zur Geldstrafe noch Sozialstunden leisten müssen. Mit Foto und Namensnennung gibt es dann auch noch einen Eintrag in die Zeitung. Das schreckt ab - allerdings nicht alle: Allein im letzten Jahr meldete Singapur 31.000 "Verschmutzungs-Delikte".

Damit auch die vielen Touristen keine bösen Überraschungen erleben, weisen zahlreiche Schilder an jeder zweiten Straßenecke auf die Regeln hin. Schilder mit skurrilen Verboten, die mittlerweile fast schon Kultstatus erreicht haben.

Kaugummi jahrelang verboten

Einige Regeln in der grünen Metropole wirken sonderbar. Das prominenteste Beispiel: der Kaugummi - Verzehr und Einfuhr jahrelang verboten. Mittlerweile sind aber einige Kaugummisorten, die therapeutischen Zwecken dienen sollen, in Apotheken erhältlich. Allerdings müssen die Käufer registriert werden.

Fast so bekannt wie der verbotene Kaugummi ist die Anwendung der Prügelstrafe im Stadtstaat. Singapurs Justiz verhängt sie selbst bei Delikten wie Sachbeschädigung oder Vandalismus.

Singapur gilt als Vorreiter

So drakonisch die Strafen anmuten, Singapur gilt als Vorreiter in Sachen Sauberkeit und Umweltbewusstsein: Erst Mitte Dezember teilte die Umweltbehörde mit, dass sie künftig autonome Fahrzeuge sowie Roboter zur Reinigung einsetzen will.

Apropos Fahren: Der Umweltschutz wird im Stadtstaat auch in anderer Hinsicht groß geschrieben. Denn Singapur setzt zunehmend auf Elektrolösungen. So verkündete die Stadt erst vor kurzem, ein E-Car-Sharing-Programm an den Start zu bringen. Dabei denkt der südostasiatische Inselstaat in großen Dimensionen: Die Betreiberfirma will 2020 1.000 Elektroautos bereitstellen.

Und: Jeder, der mit seinem Auto in die Innenstadt möchte, zahlt eine City-Maut. Diese wird elektronisch erhoben und vom Konto abgebucht. Der Preis steigt bei erhöhtem Verkehr. Und so überlegt man sich zu Rush-Hour-Zeiten doppelt, in den Wagen zu steigen. Oder aber auf umweltfreundliche Alternativen wie die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen.

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