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Mekka - Anschlag auf Große Moschee vereitelt

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Zum Ende des Fastenmonats Ramadan sammeln sich Millionen Muslime in Mekka, um die heiligste Stätte des Islam, die Große Moschee, zu besuchen. Ausgerechnet dort sollen Attentäter Anschläge geplant haben.

An einem der wichtigsten Wallfahrtsorte für Muslime halten sich gerade Millionen von Gläubigen auf, um das große Fastenbrechen zu feiern. Saudische Sicherheitskräfte verhinderten offenbar in letzter Minute eine Sprengstoff-Attacke auf die große Moschee.

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Saudische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben eine "gewaltige Terrorverschwörung" aufgedeckt und einen Anschlag auf die Große Moschee in Mekka vereitelt. Dabei habe sich ein Terrorist selbst getötet. Zum Ausklang des islamischen Fastenmonats Ramadan versammeln sich gerade Millionen Gläubige in Mekka, dem zentralen Wallfahrtsort der Muslime. 1979 hatten 200 bewaffnete Islamisten die Große Moschee gestürmt und Dutzende Pilger als Geisel genommen. Bei der Erstürmung des Gebäudes durch Sicherheitskräfte starben damals 153 Menschen.

Anschlag von drei Terrorzellen geplant

Der vereitelte Anschlag auf die Moschee sei von drei Terrorzellen geplant worden, erklärte der Sprecher des Innenministeriums, Mansur al-Turki. Zwei der Gruppen hätten in Mekka und eine in der Nachbarstadt Dschidda ihre Basis gehabt. Fünf Verdächtige seien festgenommen worden und würden verhört, darunter eine Frau. Nähere Angaben zu den Tätern wollte Al-Turki aus Ermittlungsgründen nicht machen.

Dem Ministerium zufolge konnten die Sicherheitskräfte einen der Attentäter in Mekka im Stadtbezirk Adschiad aufspüren. Der Mann habe sich in einem dreistöckigen Haus verschanzt und sich geweigert, sich zu ergeben. Er habe auf die Sicherheitskräfte geschossen und sich schließlich in die Luft gesprengt. Dabei sei das Gebäude eingestürzt

Fünf Sicherheitskräfte und sechs Ausländer verletzt

Bei der Explosion seien sechs Ausländer verletzt worden, hieß es. Zudem hätten fünf Angehörige der Sicherheitskräfte "leichte Verletzungen" erlitten. Der Anschlag sollte dem Ministerium zufolge Freitagnacht während der Koranlesungen zum Ende des Ramadans erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt drängten sich die Gläubigen in der Großen Moschee. Insgesamt sollen am Freitag nach Meldungen der saudischen Nachrichtenagentur SPA insgesamt mehr als zwei Millionen Gläubige das Gotteshaus besucht haben. Im Zentrum des Gebäudekomplexes befindet sich die schwarze Kaaba, in deren Richtung alle Muslime weltweit beten.

Iran verurteilt Anschlagspläne

Iran verurteilte die Anschlagspläne auf die Große Moschee scharf. "Dieser Anschlag hat erneut bewiesen, dass diese barbarischen Terroristen weder geografische Grenzen noch Nationalität und Religion kennen", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Daher fordere Teheran alle Staaten in der Region erneut auf, ihre Differenzen beiseite zu legen, um zusammen dieses "teuflische Phänomen" zu bekämpfen. Iran sei jederzeit für solch eine Zusammenarbeit bereit, erklärte der Sprecher. Iran und Saudi-Arabien haben seit letztem Jahr keine diplomatischen Beziehungen mehr und bezeichnen sich gegenseitig als Erzfeinde.

Mekka ist die heiligste Stadt des Islams. Sie trägt den Ehrentitel "al-Mukarrama" ("die Ehrwürdige"). Hier wurde der Prophet Mohammed im Jahr 570 geboren. In der zentral gelegenen Heiligen Moschee beten jedes Jahr Millionen Pilger. Sie beherbergt die Kaaba, das bedeutendste Heiligtum des Islams. Muslime auf aller Welt richten ihr Gebet stets in Richtung der Moschee. Am ehrwürdigsten ist die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) rund ums Opferfest, das dieses Jahr Anfang September begangen wird.

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