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Drohnenangriff auf Ölraffinerie - London: Trump für diplomatische Antwort

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Die USA und Großbritannien machen sich laut dessen Premier für eine diplomatische Antwort auf den Raffinerieangriff stark. Riad behauptet, Beweise für Irans Beteiligung zu haben.

Die USA und Großbritannien haben sich für eine "vereinigte diplomatische Antwort der internationalen Partner" auf den Angriff auf die saudische Ölindustrie ausgesprochen. Das teilte das Büro des britischen Premierministers Boris Johnson nach dessen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump am Mittwoch mit. Großbritannien hat den Angriff auf das Herz der saudischen Ölindustrie am Wochenende verurteilt, aber zugleich betont, dass es noch zu früh sei zu sagen, wer dafür verantwortlich sei.

Dazu bekannt haben sich schiitische Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden. Die USA vermuten den Iran hinter den Angriffen, und das saudi-arabische Militär erklärte am Mittwoch, iranische Drohnen und Marschflugkörper seien bei dem Angriff eingesetzt worden.

Pompeo: "Das war eine iranische Attacke"

US-Außenminister Mike Pompeo bezeichnete die Angriffe derweil als "Kriegshandlung". "Das war eine iranische Attacke", sagte Pompeo nach der Landung in Dschidda in Saudi-Arabien. Der Angriff trage den "Fingerabdruck" von Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei, so Pompeo.

Saudi-Arabien: Trümmerteile belegen Irans Verwicklung
Militärsprecher Turki al-Maliki präsentiert die Ermittlungsergebnisse der Streitkräfte Saudi-Arabiens zu den Angriffen vom Wochenende.

Nach Darstellung der Streitkräfte Saudi-Arabiens kam der Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen am Wochenende aus Norden und wurde "zweifellos von Iran unterstützt". Militärsprecher Turki al-Maliki erläuterte das am Mittwoch auf einer Pressekonferenz nicht weiter, aber nördlich von Saudi-Arabien liegen Iran und Irak; Jemen, wo sich die schiitischen Huthis zu der Attacke bekannten, liegt im Süden.

Karte: Jemen, Iran und Saudi Arabien mit Ölfeldern in Abkaik und Churais
Jemen, Iran und Saudi Arabien mit Ölfeldern in Abkaik und Churais
Quelle: ZDF

Als Beweise zeigte der Sprecher Trümmerteile von "Drohnen und Marschflugkörpern", die seinen Angaben zufolge von der Angriffsstelle stammten. Es seien iranische Drohnen des Typs "Delta Wing" sowie "Ja Ali"-Marschflugkörper eingesetzt worden, erklärte der Sprecher. Der Angriff "kam nicht aus dem Jemen, trotz der Versuche des Irans, das so aussehen zu lassen", so der Sprecher. Die bei dem Angriff benutzten Drohnen seien außerhalb der Reichweite der Drohnen, die die Huthis benutzten. Bei dem Angriff auf die Ölraffinerie in Abkaik (auch Bakiak genannt) seien 18 Drohnen eingesetzt worden, bei der Attacke auf die Ölanlagen in Churais insgesamt sieben Marschflugkörper. Vier der Raketen hätten ihr Ziel erreicht, drei weitere seien vorher auf den Boden geschlagen.

Saudi-Arabien: Iran steckt "unzweifelhaft" hinter Angriffen auf Ölanlagen
Saudi-Arabien hat Trümmerteile und Videoaufnahmen vorgelegt, die eine Verwicklung des Irans in den Angriff auf Ölanlagen am Wochenende belegen sollen.
Quelle: Reuters

US-Präsident Donald Trump hatte zunächst erklärt, die USA würden eine Antwort auf den Angriff geben, sobald definitiv geklärt sei, wer dafür verantwortlich ist. Später äußerte er sich dann aber zurückhaltender und sagte, er wolle einen militärischen Konflikt mit dem Iran möglichst vermeiden. Teheran hat dementiert, etwas mit den Drohnenangriffen zu tun zu haben, die die saudische Ölproduktion erheblich beeinträchtigen. Die iranische Regierung erklärte am Mittwoch, es werde unverzüglich Vergeltung geübt, sollte der Iran deswegen angegriffen werden.

Trump: "Wesentliche" Verschärfung der Sanktionen

Als Reaktion auf die Luftangriffe hatte Trump zuvor eine "wesentliche" Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran angekündigt. Er habe seinen Finanzminister Steven Mnuchin angewiesen, diese Verschärfungen umzusetzen, teilte Trump am Mittwoch mit. Teheran hatte zuvor in einem höchst ungewöhnlichen direkten Schreiben an die US-Regierung beteuert, bei diesen Angriffen "keine Rolle gespielt" zu haben.

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Worin die neuen Iran-Sanktionen konkret bestehen sollten, war zunächst unklar. Trump äußerte sich dazu in seiner knappen Botschaft auf Twitter nicht. Der US-Präsident hatte bereits seit dem vergangenen Jahr massive Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft setzen lassen, nachdem er aus dem internationalen Abkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms ausgestiegen war. Unter diesen Sanktionen leidet besonders der iranische Ölsektor.

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