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Persischer Golf - Saudi-Arabien: Iranische Elitesoldaten festgenommen

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Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben drei Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden festgenommen. Ihr Boot sei am Freitag aufgebracht worden, als es auf das Mardschan-Ölfeld vor der Küste des Königsreichs zugesteuert sei. Das Boot sei mit Sprengstoff beladen gewesen.

Das saudi-arabische Ministerium für Information und Kultur erklärte, vorgesehen gewesen sei ein "terroristischer Akt in saudiarabischen Hoheitsgewässern in der Absicht, Menschen und Besitz schweren Schaden zuzufügen". Iran bestritt, dass Soldaten festgenommen wurden.

Zuvor hatte Saudi-Arabien mitgeteilt, es habe auf einem im Mardschan-Ölfeld im Golf aufgebrachten Boot Waffen beschlagnahmt. Insgesamt seien drei kleine Boote in saudi-arabische Hoheitsgewässer eingedrungen und hätten sich mit hoher Geschwindigkeit Ölplattformen genähert. Die saudi-arabische Marine habe Warnschüsse abgefeuert, zwei Boote hätten sich wieder entfernen können.

Teheran: Saudis haben Fischer, nicht Soldaten gefasst

Iran wies die Beschuldigungen aus Riad zurück. Die Identität der drei von der saudischen Küstenwache Festgenommenen sei bekannt. Es seien Fischer aus der südiranischen Hafenstadt Buschehr, keine Soldaten.

Zuvor hatte Iran Saudi-Arabiens Küstenwache beschuldigt, am Samstag einen iranischen Fischer wegen Eindringens in saudiarabische Gewässer getötet zu haben. Teheran erklärte, zwei Fischerboote seien im Golf vom Kurs abgekommen. Es sei aber unklar, ob die Boote tatsächlich in saudi-arabische Hoheitsgewässer geraten seien. Selbst dann wäre die Küstenwache nicht befugt gewesen, das Feuer zu eröffnen.

Saudis: Iran hat Verbindungen zu Extremisten in Katar

Die Vorfälle verstärken die Spannungen zwischen den beiden Regionalmächten. Iran gibt Saudi-Arabien eine Mitschuld an Anschlägen in Teheran, bei denen Anfang des Monats 17 Menschen getötet wurden. "Saudi-Arabien finanziert Terroristengruppen in Iran", verlaute vergangene Woche aus dem iranischen Geheimdienstministerium.

Teheran unterstützt das Emirat Katar, gegen das Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate vor zwei Wochen eine Blockade verhängten. Sie werfen Doha vor, extremistische Gruppen zu unterstützen - darunter solche mit Verbindungen zu Teheran, das auf die "Destabilisierung der Region" abziele.

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