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Trotz diplomatischer Krise - Saudi-Arabien öffnet Grenze für Pilger aus Katar

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Trotz des Konflikts mit Katar will Saudi-Arabien seine Grenze für Pilger aus dem Golf-Emirat öffnen. Zur jährlichen Mekka-Reise können Katarer im September ohne elektronische Genehmigung ins Land kommen. Auch über zwei Flughäfen dürfen Pilger aus dem Nachbarland einreisen.

Katar ist das reichste Land der Welt. Zur Zeit ist der Mini-Wüstenstaat von seinen arabischen Nachbarn isoliert. Was bedeutet die Blockade für die Menschen im Emirat? Und für die WM 2022?

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Vor zwei Monaten hatte Saudi-Arabien die Beziehungen zum Nachbarland Katar abgebrochen. Durch die Öffnung der Grenze wolle König Salman den Katarern die Reise nach Mekka ermöglichen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Der Grenzübergang Salwa soll für die jährliche Pilgerfahrt Hadsch Anfang September geöffnet werden. Sie gilt als Höhepunkt im Leben von Muslimen.

Der König habe zudem angeordnet, Flugzeuge nach Doha zu schicken, um katarische Pilger "auf seine Kosten" ins Land zu holen, hieß es weiter. Zuvor hatte das saudische Königshaus erstmals seit Beginn der diplomatischen Krise am 5. Juni einen Gesandten aus Doha empfangen.

"Geste des guten Willens, aber kein Durchbruch"

Kronprinz Mohammed bin Salman lobte nach dem Treffen die "historisch tiefen Beziehungen zwischen den Völkern Saudi-Arabiens und Katars". Im Juli hatte die Regierung in Doha Saudi-Arabien noch vorgeworfen, ihren Bürgern die Pilgerreise nach Mekka untersagen zu wollen.

Ob es sich bei dem Schritt des Königshauses um ein erstes Zeichen der Annäherung an Katar handelt, ist umstritten. Der Experte Ali Shihabi von der Arabia-Stiftung in Washington nannte ihn auf Twitter eine "Geste des guten Willens", aber noch keinen "Durchbruch".

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate werfen Katar vor, Terrorismus zu finanzieren und sich in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Die vier arabischen Staaten verlangen von Katar unter anderem, die Beziehungen zu Iran, dem Erzrivalen Saudi-Arabiens, zu reduzieren. Katar hat die Vorwürfe  zurückgewiesen.

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