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Riad warnt vor "roter Linie" - Saudi-Arabien weist Vorwürfe gegen Kronprinzen zurück

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Ist der saudische Kronprinz bin Salman in den Fall Khashoggi verstrickt? Die CIA behauptet das. Nun meldet sich Riad mit deutlichen Worten und spricht von einer "roten Linie".

Mohammed bin Salman am 24.10.2018 in Riad
Mohammed bin Salman
Quelle: dpa

Saudi-Arabien verwahrt sich gegen die angebliche Einschätzung des US-Auslandsgeheimdiensts CIA, Thronfolger Mohammed bin Salman habe die Ermordung des Regierungskritikers Jamal Khashoggi angeordnet. Einen entsprechenden Bericht der "Washington Post" kommentierte Außenminister Adel al-Dschubair mit den Worten: "Wir im Königreich wissen, dass solche Behauptungen gegen den Kronprinzen völlig falsch sind und wir weisen sie entschieden zurück."

Riad: Die Führung des Königreichs ist eine "rote Linie"

Es handele sich lediglich um Medienberichte, und es gebe dazu nichts Offizielles vonseiten der USA. Der Diplomat äußerte sich in einem Interview der vom saudischen Staat finanzierten Zeitung "Al-Sharq al-Awsat". Darin stellte Al-Dschubair klar, dass die Monarchie in Riad keine Anschuldigungen gegen ihre höchsten Würdenträger dulden werde: "Ich möchte betonen, dass die Führung des Königreichs Saudi-Arabien, vertreten durch den König und den Thronfolger, eine rote Linie ist. Wir werden keine Versuche zulassen, sie anzutasten, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer."

Wir werden keine Versuche zulassen, sie anzutasten, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer.
Außenminister Adel al-Dschubair

Die "Washington Post" hatte unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet, die CIA sehe Mohammed bin Salman als Drahtzieher hinter dem gewaltsamen Tod des Journalisten Khashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul. Das Außenministerium in Washington stellte am Samstag aber klar, es sei noch keine abschließende Bewertung in dem Kriminalfall getroffen worden.

Berlin verhängt Einreisesperre und Exportstopp

Bislang hat die US-Regierung Strafen gegen 17 ehemalige saudische Regierungsmitarbeiter verhängt, aber nicht gegen den Thronfolger. Was genau am 2. Oktober in dem Konsulat geschah, wie Khashoggi zu Tode kam und wer dafür verantwortlich ist, ist auch sieben Wochen später noch immer nicht zweifelsfrei geklärt.

Deutschland hatte gestern eine Einreisesperre gegen 18 Personen und einen Exportstopp deutscher Waffen verhängt - eine neue Entschlossenheit gegenüber Riad, berichtet ZDF-Korrespondent Frank Buchwald im Video:

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