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Gleichberechtigung - UN loben Fahrerlaubnis für Frauen in Saudi-Arabien

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Saudi-Arabien will Frauen in Zukunft das Autofahren erlauben. Menschenrechtsaktivisten hatten seit mehr als drei Jahrzehnten gegen das Fahrverbot in dem streng islamisch-konservativen Land gekämpft. Die UN begrüßen die Entscheidung.

Als letztes Land der Welt will nun auch Saudi-Arabien Frauen das Autofahren erlauben. Die Rechte von Frauen sind in dem ultra-konservativen Land stark eingeschränkt, Autofahren war ihnen bislang verboten. Die Vereinten Nationen begrüßen die Entscheidung.

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Die Vereinten Nationen haben die Aufhebung des Fahrverbots für Frauen in Saudi-Arabien begrüßt. Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, Frauen ab kommenden Sommer ans Autosteuer zu lassen, twitterte UN-Generalsekretär António Guterres. Das erzkonservative Königreich ist das letzte Land der Welt, in dem Frauen bisher nicht Autofahren dürfen. Wer dem Verbot trotzt, wird festgenommen. König Salman ordnete nun an, ab Juni kommenden Jahres sollten auch Frauen Führerscheine erhalten. Manche einflussreiche Geistliche hatten vor einem solchen Schritt gewarnt, da er in ihren Augen die Gesellschaft korrumpieren und zu sündhaftem Verhalten führen würde.

Strenge Regeln

Zunächst soll ein Komitee verschiedener Ministerien entsprechende Möglichkeiten prüfen. Spätestens im Juni 2018 sollen die neuen Regularien umgesetzt werden, hieß es in einer Mitteilung des Königshauses.

Saudi-Arabien ist bislang das einzige Land der Welt, in dem Frauen nicht alleine Autofahren dürfen. Überhaupt gelten in der arabischen Monarchie strenge Regeln für Frauen. So müssen sie beispielsweise strenge Kleidungsvorschriften befolgen. Bis vor kurzem waren sie in vielen Alltagssituationen auf die Hilfe eines männlichen Vormunds angewiesen. Immer noch dürfen Frauen ohne männliche Zustimmung nicht alleine außer Landes reisen oder heiraten.

Aktivisten setzten sich für Ende des Verbots ein

"Das ist ein Sieg für alle Frauen auf der Welt", sagte die saudische Aktivistin und Mitbegründerin der Gesellschaft zum Schutz der Frauenrechte in Saudi-Arabien, Wadscheha al-Huwaider. "Ich freue mich so. Wir haben so lange für diesen Schritt gekämpft und jetzt wird er endlich wahr." Die Aktivistin kämpft seit Jahren für ein Ende des Fahrverbots und mehr Frauenrechte in Saudi-Arabien.

In der Vergangenheit waren mehrfach Frauen festgenommen worden, die gegen das Fahrverbot verstießen und aus Protest Videos von sich am Steuer ins Internet stellten. Die 2014 festgenommene Aktivistin Ludschain Hathlul schrieb als Reaktion auf Twitter: "Gott sei Dank!".

Saudi-Arabien in der Kritik von Menschenrechtlern

Erst kürzlich war eine junge Frau von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, weil sie in einem Internet-Video im Minirock zu sehen gewesen sein soll. Menschenrechtsgruppen kritisieren immer wieder die schwierige Menschenrechtslage in Saudi-Arabien. In dem Land gilt noch immer die Prügelstrafe.

Die saudische Politik und Gesellschaft sind vom Wahhabismus dominiert, einer besonders strengen Auslegung des Islams. Zuletzt hatte das Königshaus aber mehrfach neue Gesetze erlassen, um die Gesellschaft zu öffnen. Einige religiöse Gelehrte hatten sich immer wieder gegen eine Lockerung des Fahrverbotes ausgesprochen.

Regularien im Einklang mit islamischem Recht

Die neu auszuarbeitenden Regularien müssten selbstverständlich im Einklang mit dem islamischen Recht stehen, hieß es in einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur SPA. Man beziehe sich auch auf die negativen Auswirkungen, die es mit sich bringe, Frauen nicht fahren zu lassen. Auch die positiven Aspekte, die diese Entwicklung mit sich bringe, seien berücksichtigt worden.

Der Staat als Hüter der religiösen Werte werde weiter die Sicherheit und den Schutz der Gesellschaft garantieren. In der Erklärung wird betont, dass die Mehrheit des höchsten religiösen Rates des Landes der Entscheidung des Königs zugestimmt habe.

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