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Schiffe "Alan Kurdi" und "Alex" - Seehofer will Migranten aufnehmen

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Mehr als 100 Migranten sitzen auf Rettungsschiffen von Hilfsorganisationen im Mittelmeer fest. Jetzt bietet Deutschland seine Hilfe an.

Innenminister Horst Seehofer (CSU). Archivbild
Innenminister Horst Seehofer (CSU). Archivbild
Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland hat der EU-Kommission angeboten, Migranten von Rettungsschiffen im Mittelmeer aufzunehmen. Auch im Fall der "Alan Kurdi" und der "Alex" sei man im Rahmen einer europäisch-solidarischen Lösung bereit, einen Teil der Geretteten aufzunehmen, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU).

Die "Alan Kurdi" der deutschen Organisation Sea-Eye hat vor Libyen 65 Migranten von einem Schlauchboot gerettet. Die "Alex" der italienischen Organisation Mediterranea Saving Humans hat 54 Migranten an Bord.

Salvini drängt Seehofer

Im Bundesinnenministerium war am Freitagabend ein Brief von Italiens Innenminister Matteo Salvini eingegangen. Darin drängt Salvini Seehofer, Verantwortung für die "Alan Kurdi" zu übernehmen. Er schreibt, Italien verteidige in verantwortungsvoller Art und Weise die europäische Außengrenze und wolle nicht länger "der einzige 'Hotspot von Europa' sein".

Deutschland lehnt das von Salvini verfochtene Prinzip ab, wonach der Flaggenstaat prinzipiell zuständig sein soll. Seehofer macht sich weiter für einen europäischen Verteilmechanismus für die Migranten stark. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte auf Anfrage: "Wer Menschen vor dem sicheren Ertrinken rettet, erfüllt seine humanitäre Pflicht."

Deshalb habe die Bundesregierung in diesem Jahr bereits 228 Menschen - und damit mehr als jeder andere EU-Mitgliedstaat - aufgenommen. Am vergangenen Wochenende hatte die Kapitänin des deutschen Rettungsschiffes "Sea-Watch 3" mit 50 Migranten an Bord ohne Erlaubnis die italienische Insel Lampedusa angesteuert.

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