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Schneechaos in Österreich - 79-Jähriger stirbt nach Erdrutsch

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Nach heftigen Schneefällen ist in Österreich ein Mann tödlich verunglückt. Wegen der tagelangen Niederschläge sind die Böden aufgeweicht - und die Angst vor Erdrutschen ist groß.

Teile Österreichs versinken im Schnee
Teile Österreichs versinken im Schnee.
Quelle: dpa

Im Unwetter- und Schneechaos in Österreich ist am Montag ein Mensch ums Leben gekommen. Der 79-jährige Mann wurde hinter seinem Haus in Kärnten von einer Schlammlawine erfasst, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann wurde von einem Erdrutsch verschüttet und konnte nur noch tot geborgen werden, wie die Polizei der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte. Ein Suchhund habe ihn entdeckt.

Sein Haus in Bad Kleinkirchheim in Kärnten war von dem schweren Geröll zu großen Teilen zerstört worden. Suchmannschaften hatten zuvor stundenlang nach dem Mann gesucht. "Die hintere Seite des Hauses ist total eingedrückt, es steht nur noch die Vorderfront", sagte Bürgermeister Matthias Krenn zu APA. Die Nachbarhäuser wurden sicherheitshalber evakuiert.

Rund 1.400 Haushalte ohne Strom

Lawinen begruben auch mehrere Straßen unter sich. Die Tauernautobahn wurde wegen Lawinengefahr mindestens bis Montagabend gesperrt. Seit Sonntag gab es in Kärnten mehr als tausend Feuerwehreinsätze, rund 1.400 Haushalte waren am Montagvormittag noch ohne Strom.

Die Einsatzkräfte versuchten sich am Montagvormittag mit Erkundungsflügen einen genaueren Überblick über die Lage zu schaffen. Vielerorts war der Boden durch die großen Niederschlagsmengen sehr aufgeweicht. Da es am Dienstag erneut regnen und schneien soll, sind weitere Hangrutschungen oder Lawinen nicht ausgeschlossen.

In Teilen Österreichs hat es im laufenden Monat bereits viermal so viel geregnet und geschneit wie sonst in einem gesamten November. Die Niederschläge seien etwa im Raum Lienz in Osttirol innerhalb von drei Tagen zuletzt so hoch gewesen wie sonst nur alle 40 bis 50 Jahre.

Erdrutsch lässt Zug entgleisen

Hinsichtlich der Pegelstände gab das Land Kärnten am Mittag aber leichte Entwarnung. "Das Schlimmste ist bezogen auf die Höhe der Pegelstände an den großen Flüssen vorbei", sagte Johannes Moser vom Hydrographischen Dienst des Landes Kärnten am Montag der "Kleinen Zeitung".

Die heftigen Schnee- und Regenfälle hatten bereits am vergangenen Mittwoch begonnen. Besonders betroffen waren seitdem stets Osttirol, Teile Kärntens, das südliche Salzburger Land und auch das italienische Südtirol. Dort ließ ein Erdrutsch einen Zug entgleisen. In dem Zug befanden sich laut APA drei Zugbegleiter und ein Passagier. Sie wurden alle unverletzt gerettet, die Strecke wurde gesperrt.

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650 Menschen im Stubaital eingeschlossen

Auch in Salzburg, Tirol und der Steiermark gab es etliche Katastropheneinsätze, Straßen und Bahnstrecken waren gesperrt. Ein zeitweise von der Außenwelt abgeschnittenes Skigebiet im Stubaital war am Nachmittag wieder erreichbar.

Wegen eines Lawinenabgangs in der Nähe der Talstation der Stubaier Gletscherbahnen waren bis zum Nachmittag noch 650 Gäste und Mitarbeiter der Gletscherbahn im hinteren Stubaital eingeschlossen.

Lage soll sich entspannen

Im Bundesland Salzburg waren seit Sonntag rund 35 Gemeinden von Starkregen, Hochwasser und Schlammlawinen betroffen. Zu dramatischen Szenen kam es im Kur- und Wintersportort Bad Gastein, wo eine Lawine zwei Wohnhäuser aufeinander schob und zerstörte. Aus beiden Häusern wurde je eine Frau verletzt geborgen. Am Vormittag waren in Salzburg laut APA noch 500 Feuerwehrleute im Einsatz, in etlichen Schulen fiel der Unterricht aus.

Auch am Dienstag soll es in Oberkärnten und Osttirol weiter verbreitet regnen und schneien, aber nicht mehr so extrem wie in den vergangenen Tagen. Am Mittwoch sei dann mit einer "nachhaltigen Entspannung" zu rechnen.

Teile Österreichs versinken im Schnee

Nachrichten | heute - in Europa - Teile Österreichs versinken im Schnee 

Heftige Schnee- und Regenfälle haben einige Orte in Kärnten von der Außenwelt abgeschnitten. Wegen höchster Lawinengefahr bleiben Schulen in Osttirol geschlossen. Die angespannte Lage spitzt sich weiterhin zu.

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