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Schülergipfel - Gewaltfrei gegen Extremismus

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Schüler in Sachsen diskutieren auf einem Schülergipfel über Friedfertigkeit und den Umgang mit Rechts. Hier reden Sie mit uns darüber, wie sie rechte Ansichten im Alltag erleben.

Die Schüler wirken aufgeweckt, neugierig, interessiert - von Politikverdrossenheit ist hier keine Spur. Ihr Wunsch über Demokratie zu reden, ist groß. Denn die Diskussionen über die AfD, Pegida oder die Flüchtlingspolitik, gehen nicht an ihnen vorbei und haben Auswirkungen auf ihren Alltag.

Schüler in Sachsen diskutieren auf einem Schülergipfel über Friedfertigkeit und den Umgang mit Rechts. Hier reden Sie mit uns darüber, wie sie rechte Ansichten im Alltag erleben.

Beitragslänge:
2 min
Datum:
Schülerin Lena
Schülerin Lena Quelle: ZDF/Huyen Trang Dang Vu

"Mehr Politik-Unterricht ab der 5. Klasse! Auch, dass man das nicht mehr nach der 10. Klasse abwählen kann", fordert Lena, 16 Jahre alt. Die Gymnasiastin hat erst kürzlich eine Petition für ein Wahlrecht ab 16 Jahren beim sächsischen Landtag eingereicht. Angesichts des Wahlergebnisses der AfD in Sachsen zur Bundestagswahl, seien junge Leute eben nicht zu unreif zum Wählen. Und wenn sie Menschen mit rechter Gesinnung begegnet, sagt sie, versuche sie erst einmal mit denjenigen zu reden.

"Menschenunwürdiger Umgang funktioniert nicht"

Rechte Ansichten fielen ihr besonders im Internet besonders auf. Hier mangele es oft an Dialogbereitschaft. "Da hat einer komplett zugemacht. Er hat gesagt: 'Wir brauchen keine Fakten, Statistik, ist alles Blödsinn.'" Schwierig sei es für sie, damit umzugehen. Im Unterricht behandelte sie im Deutsch-Unterricht eine Lutz Bachmann-Rede auf stilistische Mittel. "Man konnte die Angst herauslesen, die sich leider in Hetze verwandelt hat", so die Schülerin. Sie stellt sich die Frage, ob viele einfach nicht wissen, wie sie mit politischer Korrektheit umgehen sollen. Wenn beispielsweise Judenwitze bei KZ-Besuchen fallen. "Die Leute sollten realisieren, was sie die ganze Zeit sagen." In einer Demokratie könne man zwar sagen, was man will, aber der menschenunwürdige Umgang funktioniere nicht, meint Lea.

Schüler Ludwig
Schüler Ludwig Quelle: ZDF/Huyen Trang Dang Vu

Ein anderer Schüler betrachtet die Thematik differenziert: "Ich versuche das immer ein bisschen zu hinterfragen, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass man in diese Richtung denkt." Ludwig, 18 Jahre alt, besucht die 11. Klasse eines Sportgymnasiums. Sein Interesse am innenpolitischen Geschehen ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Nicht zuletzt liege das an einer Facharbeit über die letzte Präsidentenwahl in den USA. Darin setzte er sich mit der Frage auseinander, wie Fremdenfeindlichkeit entsteht. Hohe Arbeitslosigkeit sei mitunter ein Grund dafür.

Schwierige Diskussionen

Seit dem Erstarken rechter Kräfte, gebe es zwar ein gestiegenes Bewusstsein in seinem Umfeld, das Interesse allerdings - sei seiner Meinung nach - immer noch zu gering. Wegen zu geringer Anmeldungen, musste er das Fach Gesellschaftskunde zum Abitur abwählen. Bei politischen Diskussionen zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen, fiele ihm dann schwer, wenn die Situation zu verfahren ist. Die Meinung der Leute habe sich dann schon zu sehr verfestigt. Daher sollten die Schüler seiner Meinung nach zu mehr Selbstreflexion und Selbstinitiative angeregt werden.

Dass politische Diskussionen über Pegida zu einer Spaltung in den Freundes- oder im Bekanntenkreis geführt hätten, ist unter den befragten Schülern allerdings noch nicht vorgekommen. Wie mit Rechten umzugehen ist, die Antworten fallen vielfältig aus. Die Schüler haben ein großes Bedürfnis nach politischer Aufklärung. Sie fordern mehr Handeln in der Bildungspolitik - von Seiten der Schulen, der Politik und der Gesellschaft. Denn gerade Schulen sind Orte, wo Jugendliche die meiste Zeit ihres Alltags verbringen. Auch wenn bislang die wenigsten von ihnen dort rechte Gesinnung, Rassismus oder Intoleranz erleben.

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