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Wikileaks-Gründer - Schweden lässt Vorwürfe gegen Assange fallen

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Die schwedische Justiz schließt den Fall Assange. Der Wikileaks-Gründer wird aber nicht freikommen, weil die USA ihn anklagen wollen und einen Auslieferungsantrag gestellt haben.

Archiv: Julian Assange am 01.05.2019
Wikileaks-Gründer Julian Assange (Archivbild)
Quelle: AP

Die schwedische Justiz hat die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Vergewaltigung gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange eingestellt. Zwar hielten die Ermittler die Klägerin für glaubhaft, doch reichten die Beweise für eine Verurteilung nicht aus, sagte die Staatsanwältin Eva-Marie Persson.

Assange war in Schweden vorgeworfen worden, im August 2010 eine Frau vergewaltigt zu haben. Der 48-jährige Australier hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Die schwedische Justiz ermittelt wieder wegen Vergewaltigung gegen Julien Assange. Der bestreitet die Vorwürfe. Der Wikileaks-Gründer war im April in London verhaftet worden.

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Assange sitzt seit April im Gefängnis

Im Juni hatte ein schwedisches Gericht entschieden, dass Assange nicht festgenommen werden sollte. Das bedeutete, dass Assange in Großbritannien zu den Beschuldigungen befragt werden könnte und auf eine Auslieferung vorerst verzichtet wurde.

Zwei Monate zuvor wurde Assange aus der Londoner Botschaft Ecuadors verwiesen, in der er seit 2012 Zuflucht vor einer Auslieferung an Schweden gesucht hatte. Er wurde sofort verhaftet und verbüßt nun in Großbritannien eine 50-wöchige Haftstrafe wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen.

Assange droht weiter Auslieferung an USA

Die schwedischen Ermittlungen waren 2017 schon einmal eingestellt worden, weil es nicht gelungen war, die Vorwürfe ausreichend zu untersuchen. Die Schuldfrage konnte damals nicht geklärt werden. Im Mai 2019 hatte die schwedische Staatsanwaltschaft ihre Voruntersuchungen aber wiederaufgenommen und Haftbefehl beantragt, was das zuständige Gericht in Uppsala aber im Juni ablehnte. Die Strafverfolgung hatte darauf verzichtet, gegen die Ablehnung des Haftbefehls in Berufung zu gehen.

In den USA ist der Wikileaks-Gründer aber noch wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente und Verstößen gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt. Derzeit läuft das Auslieferungsverfahren dazu in Großbritannien.

Washington will Assange wegen des Vorwurfs vor Gericht stellen, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Im Falle eines Schuldspruchs in allen Anklagepunkten in den USA droht ihm dort lebenslange Haft.

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