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Schwedische Staatsanwaltschaft - Haftbefehl gegen Assange beantragt

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Die schwedische Justiz geht weiter gegen Wikileaks-Gründer Assange vor. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung.

Julian Assange, Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks.
Julian Assange, Mitbegründer der Enthüllungsplattform Wikileaks.
Quelle: Victoria Jones/PA Wire/dpa

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der Vergewaltigung beantragt. Wenn das Bezirksgericht von Uppsala den Weg dafür freimacht, will sie einen europäischen Haftbefehl ausstellen, um die Auslieferung Assanges zu erreichen.

Das teilte die stellvertretende Direktorin der Strafverfolgung, Eva-Marie Persson, mit. Assange wird vorgeworfen, 2010 eine Frau in Schweden vergewaltigt zu haben. Er hat das stets bestritten.

Voruntersuchungen vor einer Woche aufgenommen

Wann das Gericht über den Antrag entscheidet, war zunächst unklar. Perssons Behörde hatte ihre Voruntersuchungen gegen Assange vor einer Woche wiederaufgenommen. Über die mutmaßliche Vergewaltigung herausgehende Vorwürfe sind inzwischen verjährt.

Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen 2017 eingestellt, weil es ihr nicht gelungen war, Assange ausführlich zu verhören. Die Schuldfrage blieb aber ungeklärt.

Assange ist in Großbritannien wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft verurteilt worden. Die USA, die ihm Verschwörung mit der Whistleblowerin Chelsea Manning vorwerfen, stellten offiziell einen Auslieferungsantrag. Sollte dieser Antrag in Konkurrenz zu einem schwedischen europäischen Haftbefehl stehen, müssten die britischen Behörden entscheiden, welcher der beiden Punkte wichtiger sei, erklärte Persson.

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