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Schweigeminute in Barcelona - "Wir haben keine Angst!"

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Tausende Menschen haben in Barcelona der Opfer des Anschlags gedacht. Gemeinsam mit dem spanischen König und Ministerpräsidenten versammelten sie sich zu einer Schweigeminute. Bei dem Attentat starben 13 Menschen. Mehr als 100 wurden verletzt, darunter auch 13 Deutsche.

Die spanische Metropole Barcelona gehört nun auch zu der langen Liste europäischer Städte, die Ziel des radikalislamischen Terrors geworden sind. Wie Paris, Brüssel, London oder Berlin will auch Barcelona sich nicht einschüchtern lassen.

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Die Menschen versammelten sich um 12 Uhr auf dem Plaça de Catalunya, nur wenige Meter von der Flaniermeile Las Ramblas entfernt, auf der am Vortag ein Attentäter einen Lieferwagen in die Menge gesteuert und dabei 13 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt hatte. Nach der Schweigeminute klatschten die Menschen lange und riefen in ernstem Ton etwa zehn Mal, dass sie keine Angst hätten. In Spanien herrscht nun noch drei Tage Staatstrauer.

Die Polizei hatte die Teilnehmer zuvor aufgefordert, zu Fuß zu dem Platz zu kommen und keinesfalls Rucksäcke oder große Taschen bei sich zu führen. Zudem wurden strenge Sicherheitskontrollen angekündigt. Generell wird das Stadtzentrum immer noch schwer bewacht - auch wenn Las Ramblas wieder geöffnet wurde, und Einwohner und Touristen wieder die Straßen betreten durften und zurück in ihre Hotels und Wohnungen konnten.

13 Deutsche teils schwer verletzt

Der Lieferwagen, der am Donnerstag ungebremst und im Zickzack in Menschengruppen fuhr, hat auch 13 Deutsche verletzt. Nach Angaben des Außenministeriums seien einige so schwer verletzt, dass sie in Lebensgefahr schwebten. Ob es auch Tote unter den deutschen Opfern gebe, sei derzeit nicht klar, könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Auch Schüler aus Niedersachsen haben den Anschlag miterlebt. Jugendliche eines Gymnasiums in Georgsmarienhütte bei Osnabrück seien am Donnerstag in ihrer freien Zeit auf dem Boulevard Las Ramblas unterwegs gewesen, berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf den Schulleiter. Als der Lieferwagen auf die Promenade raste, hätten sich die Schüler in ein Café retten können.

Im Badeort Cambrils erlag eine Frau ihren Verletzungen, nachdem mutmaßliche Terroristen sie überfahren hatten. Einsatzkräfte hatten in der Nacht fünf mutmaßliche Terroristen in Cambrils erschossen, die Attrappen von Sprengstoffgürteln trugen. Auf ihrer Flucht hatten sie mehrere Passanten überfahren.

Opfer aus 34 Nationen

Insgesamt stammen die Opfer der Anschläge von Barcelona und Cambrils vermutlich aus 34 Ländern. Die Zahl sei noch vorläufig, teilten die katalanischen Rettungsdienste am Freitag mit. Wie viele Opfer jeweils aus welchem Land stammen, war noch ungewiss. Zwei der Todesopfer sollen Italiener sein, teilte das Außenministerium in Rom mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Regierung in Paris teilte mit, 26 Franzosen seien verletzt worden, elf von ihnen schwer.

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