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Nach Busunglück auf Madeira - Merkel: "Trauer und Bestürzung"

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Schock im Urlaubsparadies: Bei einem Busunglück auf Madeira sterben mindestens 29 Menschen. Viele der Opfer sollen Touristen aus Deutschland sein. Kanzlerin Merkel ist bestürzt.

Auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira ist ein Reisebus in einen Abhang gestürzt. Dabei sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen, viele davon sollen Deutsche sein.

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1 min
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Schock und Trauer nach dem schweren Busunglück auf Madeira. Mindestens 29 Menschen sind bei dem Unfall ums Leben gekommen, 27 weitere wurden verletzt. Unter den Opfern sind nach bisherigen Erkenntnissen offenbar viele deutsche Urlauber. Der Reisebus war am Mittwoch in der Gemeinde Caniço in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

Opfer aus Deutschland?

"Mit großer Erschütterung haben wir von dem tragischen Busunglück auf Madeira erfahren. Wir müssen leider davon ausgehen, dass Opfer aus Deutschland sind", twitterte das Auswärtige Amt am späten Abend. "Unser Mitgefühl gilt ihren Familien und Freunden." Ein Krisenstab wurde eingerichtet, er ist unter der Rufnummer 030-5000 3000 zu erreichen.

Bundeskanzlerin Merkel erklärte in einer Mitteilung: "Mit Trauer und Bestürzung denke ich an unsere Landsleute und alle anderen, die von dem fürchterlichen Unglück auf Madeira betroffen sind."

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Maas reist nach Madeira

Auch Heiko Maas äußerte seine Erschütterung. "Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten, wir hoffen mit den Verletzten", twitterte er. Der Bundesaußenminister will noch an diesem Donnerstag nach Madeira fliegen. Er werde von einem Team von Ärzten, Psychologen und Konsularbeamten des Auswärtigen Amts begleitet, erklärte Maas in Berlin. Dort werde er mit Betroffenen sprechen. Zudem wolle er den "portugiesischen Freunden unseren Dank für ihre Hilfe aussprechen".

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Die deutsche Botschaft stehe in engem Kontakt mit den portugiesischen Behörden auf Madeira, um die Identität der Opfer zu klären und den Verletzten beizustehen, twitterte das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes am späten Mittwochabend.

Auch Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa erklärte am Abend: "Mir wurde gesagt, dass es alles Deutsche sind." Er drücke im Namen aller Portugiesen den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Am Donnerstag wolle er mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprechen.

Portugal will Flugzeuge schicken

Ursprünglich wollte der Staatschef gleich an die Unglücksstelle reisen, entschied sich dann aber gegen einen Flug nach Madeira. Die Militärflugzeuge sollen stattdessen für mögliche Krankentransporte auf das Festland zur Verfügung stehen. "Es ist viel wichtiger, die Verletzten zu retten, als dass der Präsident heute abreist", sagt er. Die portugiesischen Luftstreitkräfte wollten drei Maschinen nach Madeira schicken. "Wir bereiten zwei Flugzeuge vom Typ Falcon 50 und eine C-295M mit medizinischer Ausrüstung vor, um die Opfer der Tragödie von Madeira zu versorgen und sie - sofern das nötig ist - schnell auf den Kontinent zu transportieren", heißt es in einer Mitteilung der Luftwaffe.

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Portugals Ministerpräsident António Costa kondolierte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er sei bestürzt und übermittle der Kanzlerin "in dieser schweren Stunde" sein Bedauern, twitterte Costa am Mittwochabend.

Unglücksursache unklar

Die Regionalregierung ordnete eine dreitägige Trauerzeit für die Insel an. Diese gelte von Donnerstag bis Samstag, hieß es in einer Erklärung des Regierungsrats der Autonomen Region Madeira. Demnach werden die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden auf Madeira während der drei Tage auf halbmast gesetzt.

Karte: Insel Madeira, Portugal
Karte: Insel Madeira, Portugal
Quelle: ZDF

Der Fahrer hatte am frühen Mittwochabend offenbar in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren, der daraufhin einen Abhang hinunter in ein Wohnviertel stürzte. In dem Bus befanden sich 55 Passagiere, ein Touristenführer und der Fahrer. Das Unglück ereignete sich dem örtlichen Zivilschutz zufolge gegen 18.30 Uhr in der östlich der Provinzhauptstadt Funchal gelegenen Gemeinde Caniço. Zwei Dutzend Rettungswagen waren im Einsatz, die Polizei riegelte die Unglücksstelle weiträumig ab.

Die Unglücksursache ist bislang noch unklar. Laut Medienberichten könnte ein mechanisches Problem der Grund gewesen sein - entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal. Der Vizepräsident der Regionalregierung, Pedro Calado, nannte jegliche Mutmaßungen zu der Unglücksursache "verfrüht". Die Busfirma SAM will bei der Aufklärung helfen. "Es ist unser Wille und unser Bestreben, dass alle Fakten, Gründe und Verantwortlichkeiten des Unfalls ermittelt werden", heißt es in einer Mitteilung des Verkehrsunternehmens. "Wir werden uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten."

Insel unter Schock

Die wegen ihres milden Klimas bei Urlaubern beliebte "Blumeninsel" steht nach dem schweren Busunfall unter Schock. Er empfinde große Trauer, sagt der Bischof von Funchal, Nuno Brás. "Ich empfehle jene, die gestorben sind, in die Hände Gottes und sende ihren Familien mein Beileid." "Mein Gott, ich bin sprachlos", sagt der Bürgermeister der Gemeinde Caniço, Filipe Sousa.

Staatschef Marcelo Rebelo de Sousa kondoliert den Hinterbliebenen und wünscht den Verletzten eine schnelle Genesung. In einer Nachricht an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schreibt er: "In diesem Moment sind Portugal und Deutschland im gemeinsamen Schmerz vereint."

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