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Naturkatastrophe - Schweres Erdbeben in Mexiko: Dutzende Tote

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Ein schweres Erdbeben in Mexiko-Stadt hat mindestens 49 Todesopfer gefordert. Fernsehbilder zeigen, wie Menschen mit bloßen Händen schwere Trümmer von Straßen und Gehwegen räumen und nach Verletzten suchen. Die Lage ist unübersichtlich.

Auf den Tag genau 32 Jahre nach der Erdbebenkatastrophe von 1985 mit mehr als 10.000 Toten haben am Dienstag erneut schwere Erdstöße die mexikanische Hauptstadt Mexiko-Stadt erschüttert. Das Beben brachte Häuser in der 20-Millionen-Einwohner-Metropole ins Wanken, viele Gebäude wurden beschädigt oder gar zerstört, es gab Dutzende Tote und zahlreiche Verletzte. Menschen suchten in Panik Schutz im Freien. Die Erdstöße erreichten dem US-Erdbebeninstitut USGS zufolge eine Stärke von 7,1, die mexikanischen Behörden gaben die Stärke mit 6,8 an.

Warnung vor gebrochenen Gasleitungen

Das Epizentrum des Bebens lag im benachbarten Bundesstaat Puebla; auch dort gab es Tote. Über das genaue Ausmaß der Schäden oder zur Anzahl der Opfer ist noch nichts bekannt. Die Behörden warnten die Hauptstadtbewohner vor gebrochenen Gasleitungen und forderten sie auf, wegen der Explosionsgefahr nicht zu rauchen.

Einwohner reagierten geschockt. "Ich kann nicht aufhören zu weinen, es ist der gleiche Albtraum wie 1985", sagte die 52-jährige Georgina Sanchéz, die sich auf einen öffentlichen Platz geflüchtet hatte. "Es war ziemlich stark, die Gebäude haben gewackelt", berichtete der 43-jährige Alfredo Aguilar. "Die Leute sind losgerannt."

Krisenrat einberufen

Präsident Enrique Peña Nieto berief seinen nationalen Krisenrat ein und machte sich im Helikopter ein Bild von den Schäden. Das Telefonnetz brach zusammen. Mexikos Bürgermeister Miguel Ángel Mancera teilte nach Angaben der Zeitung "Reforma" mit, dass mindestens 20 Gebäude eingestürzt seien.

Im Großraum der Hauptstadt leben rund 20 Millionen Menschen. Der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt stellte seinen Flugbetrieb vorübergehend ein. Es soll untersucht werden, ob die Infrastruktur des Flughafens Schaden genommen hat, teilte der Airport mit. Die Universität von Mexiko-Stadt teilte via Twitter mit, dass alle Kurse und Veranstaltungen bis auf Weiteres ausfallen, um die Gebäude auf Schäden zu untersuchen. Auch Schulen suspendierten den Unterricht.

90 Tote bei schwerem Beben vor 14 Tagen

Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Der Großteil der Landmasse liegt auf der sich westwärts bewegenden nordamerikanischen Erdplatte. Unter diese schiebt sich die langsam nach Nordosten wandernde Cocosplatte. Der Boden des Pazifischen Ozeans taucht so unter die mexikanische Landmasse ab. Das führt immer wieder zu schweren Erschütterungen, die das Land bedrohen.

Vor weniger als zwei Wochen hatte bereits ein starkes Beben den Süden Mexikos erschüttert, dabei starben mindestens 90 Menschen. Dieses Beben hatte die Stärke 8,2.

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